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Autofahren in USA – Alle Tipps zu Verkehrsregeln & Verkehr

Tipps zu Autofahren & Verkehrsregeln in den USA

#DriveSafely

Autofahren in den USA ist deutlich einfacher und entspannter als daheim in Europa – es hat schließlich gute Gründe, warum man in den USA einen Führerschein innerhalb „von Minunten“ machen kann. Breite Straßen, Automatik-Getriebe, und sehr rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer machen es dem Fahrer leicht. Trotzdem solltest du einige Verkehrsregeln und -gewohnheiten in den USA kennen.

Anschnallpflicht in den USA

Wie bei uns auch, ist Anschnallen Pflicht! Die modernen Autos erinnern dich mit einem nervigen Piepgeräusch daran, den Gurt anzulegen und beschützen dich damit vor einem saftigen Bußgeld.

Promillegrenze in den USA

In einigen Bundesstaaten der USA gilt für den Fahrer ein absolutes Alkoholverbot. Schließlich ist Trunkenheit am Steuer ein ernstes Delikt und kann schnell zu einer Nacht im Gefängnis führen. Die Promille-Grenze variiert von Staat zu Staat; in der Regel gilt die 0,8-Promille-Grenze.

Auch das Mitführen von Alkohol im Innenraum wird in den USA nicht gerne gesehen. Schon der Verdacht man könnte beim Autofahren davon trinken, reicht für einen Besuch vor dem Richter. Deshalb verstaue Alkohol am besten sofort im Kofferraum!

Ampeln & Kreuzungen in den USA

Erst ungewöhnlich, dann sehr angenehm: Die Ampeln an den Kreuzungen hängen entweder über der Kreuzung oder stehen direkt hinter der Kreuzung – anstatt wie in Europa vor der Kreuzung. Damit hast du die Ampel immer problemlos im Blick und musst dir nicht erst den Hals verrenken.

Die Ampeln schalten immer sofort von Rot auf Grün. Eine Gelbphase gibt es nur, wenn von Grün auf Rot geschaltet wird.

Sehr angenehm ist: Du darfst bei Rot einfach rechts abbiegen (es sei denn, es ist ausdrücklich mit einem Schild „No Right Turn on Red“ verboten). Wichtig ist, dass du vorher kurz an der roten Ampel stoppst und dich vor dem Verkehr von links vergewisserst, ehe du nach rechts abbiegst.

Auch wichtig zu wissen: An Ampeln hängen grüne Schilder mit Straßennamen. Das Schild in Fahrtrichtung kennzeichnet die Straße auf der man sich gerade befindet, während das Schild quer zur Fahrtrichtung (auf das man also frontal blickt) bezeichnet die Querstraße.

Vorfahrtsregeln & Kreuzung mit vier Stopp-Schildern

Rechts vor links? Gibt es in den USA nicht! Wie so oft in den USA, gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, darf als erster. Es wird also in der Reihenfolge der ankommenden Fahrzeuge an der Kreuzung abgefahren. Also stoppen, prüfen wer vor dir da war, und weiter geht’s. Ist sehr gewöhnungsbedürftig, klappt aber immer, wenn man wachsam ist!

Parken in den USA

Parken ist in den USA dank zahlreicher Parkplätze und reichlich Seitenstreifen gar kein Problem. Wo du wie lange parken darfst, zeigen dir in den meisten Fällen die farbig markierten Bordsteinkanten:

  • Weiß = 5 Minuten während der Geschäftszeiten
  • Grün = Kurzparken 10-30 Minuten (exakte Zeit ist aufgesprüht)
  • Gelb = Ladezone bzw. Haltestellen für Rettungsfahrzeuge; Fahrer von Privat-Fahrzeugen müssen beim Auto bleiben
  • Blau = nur für Behinderte
  • Rot = Absolutes Halteverbot

Überholen

Sehr cool: In den USA darst du rechts überholen! Amerikaner sind sehr rücksichtsvolle und entspannte Autofahrer, und es sicherlich auch ihre Angst vor einer großen Klage im Falle eines Unfalls, dass sie defensiv unterwegs sind. Dennoch solltest du einen zu häufigen Spurwechsel vermeiden und dich den Gegebenheiten anpassen.

Besonderheit Autobahn: Carpool-Lane (HOV-Lane)

Besonders in Ballungszentren von Großstädten wirst du links eine Fahrspur sehen, auf der eine große Raute aufgezeichnet ist. Manchmal ist diese Fahrspur sogar baulich abgegrenzt. Das ist eine sogenannte Carpool-Lane – oder auch HOV-Lane genannt – die nur von Fahrzeugen mit mindestens zwei Passagieren benutzt werden darf. Manchmal ist die HOV-Lane kostenpflichtig und der Fahrer durch Schilder darauf hingewiesen.

Straßen-Maut in den USA

Rund um Großstädte, wichtige Durchfahrtsstraßen sowie manche Streckenabschnitte auf Highways oder Interstates sind in den USA kostenpflichtig. Da du als Tourist keine Mautplakette haben wirst, musst du dich darauf einrichten, dass du an den Mautstellen stoppen und bezahlen musst. Oft geht das nur mit Cash, eine Kreditkarte wird nicht akzeptiert.

Viel einfacher geht das mit einem Transponder vom Mietwagen-Anbieter, den du von innen z.b. an der Sonneblende befestigst. So musst du nur langsam durch die Mautstation rollen, wirst dort „geblitzt“, und am Ende deiner Reise werden die Gebühren automatisch über den Mietwagen-Anbieter auf deiner Kreditkarte belastet.

Geschwindigkeitskontrollen & Blitzen in den USA

Kontrolliert werden die Geschwindigkeiten, wie auch bei uns, durch die Polizei. Es gibt in den USA keine stationären Blitzer wie beispielsweise in Deutschland. Radarkontrollen gibt es aber dennoch, und zwar ganz schön fiese: Die Cops (wie die Polizisten in den USA gerne bezeichnet werden) lauern gerne hinter Büschen oder unter Brücken und messen mit der Laserpistole. Oder sie fahren hinter dir her und messen so die Geschwindigkeit.

Es ist uns sogar passiert, dass wir von einem entgegenkommenden Polizeifahrzeug gemessen wurden – der dann mit Blaulicht und in einem schnellen U-Turn uns ein Ticket verpasst hat. Bemerkenswert an den Polizeifahrzeugen ist, dass das Blaulicht meistens sehr flach auf dem Autodach montiert ist – damit ist es in der Ferne schwer als solches zu erkennen, es könnte sich ja auch um einen Dachgepäckträger handeln. Außerdem sind in den USA extrem viele Zivilfahrzeuge unterwegs.

In ganz entlegenden Gegenden, wie beispielsweise in der Wüste, werden Geschwindigkeiten aus einem Helikopter kontrolliert. Kein Witz!

Verkehrskontrolle & Polizei

MIt der Polizei ist nirgends auf der Welt zu spaßen. Bloß: Keine andere Polizei ist so eine echte Respektsperson wie in den USA! Liegt es an der dunkelblaunen Uniform, den Hüten, den verspiegelten Sonnenbrillen, oder an den zig Blaulichtern auf, an und in den Polizeifahrzeugen, die den Wagen wie einen Weihnachtsbaum leuchten lassen?

Wenn du von der Polizei im Auto gestoppt wirst, beachte folgenden Ablauf:

Das hinter dir fahrende Polizeifahrzeug wird dich mit eingeschaltetem Blaulicht und ggf. Sirene zum Stoppen auffordern. Dabei parkt der Polizist sein Auto immer hinter deinem (nie davor!), leicht versetzt zu deinem. Nun gilt es für dich, Ruhe zu bewahren, und vor allem: jede hastige Bewegung zu vermeiden! Du stellst den Motor aus, und solltest die Hände am Lenkrad behalten. Der Polizist wird sich von hinten nähern und dich und deine Bewegung über den Außenspiegel genau im Blick behalten. Wundere dich nicht, wenn der Cop hinter der B-Säule „in Deckung“ stehen bleibt und eine Hand an der Waffe hat – es kommt in den USA immer wieder vor, dass Polizisten bei Kontrollen in Schießereien verwickelt werden.

Er wird dich nach Führerschein (driver's license) und Zulassungspapieren für das Fahrzeug (registration papers) fragen. Es kann auch sein, dass du die Unterlagen vom Mietwagen-Anbieter vorzeigen musst. Sobald du dich als Tourist zu erkennen gibst, ist das Eis in der Regel schnell gebrochen.

Tanken in den USA

Tanken in den USA ist ein kleines Erlebnis und auch für uns nach über 10 Jahren USA-Reisen immer wieder spannend. Der große Unterschied zu Tanken in Europa ist, dass du in den USA vor dem Tanken bezahlen musst – entweder direkt an der Zapfsäule oder beim Cashier in der Tankstelle.

1. Der einfachste und schnellste Weg ist, mit der Kreditkarte direkt an der Zapfsäule zu bezahlen. Bevor du den Zapfhahn in die Hand nimmst, führst du die Kreditkarte ein. Es wird nur die Menge auf der Karte belastet, die du tatsächlich tankst.

2. An vielen Zapfsäulen wirst du beim Einführen der Kreditkarte aufgefordert, deine Postleitzahl (Zip-Code) einzugeben. Leider erkennen die Automaten die europäischen Zip-Codes nicht an, und auch die Eingabe eines beliebigen US-Zip-Codes führt nicht zum Erfolg. In diesem Fall musst du in die Tankstelle hineingehen und beim Cashier bezahlen.

Dem Cashier nennst du einen Betrag, für wieviele Dollar du tanken möchtest. Nehmen wir an, du sagst 50 USD, wird dieser Betrag auf deiner Kreditkarte blockiert. Anschließend tankst du den Wagen. Sollte der Tank voll sein, ehe du die 50 USD erreicht hast, wird nur der tatsächlich verbrauchte Betrag auf der Karte belastet. Sollte der Tank bei 50 USD nicht nicht voll sein, schaltet die Zapfsäule beim Erreichen des Betrags automatisch ab. So oder so: Wir empfehlen dir, im Anschluss den Beleg vom Cashier abzuholen.

Noch ein wichtiger Tipp zum Tanken während deiner USA Reise: Tanke immer frühzeitig und am besten in Gegenden mit größeren Städten, denn die Tankstellen sind im Hinterland teilweise rar und der Treibstoff ist oft um ein Vielfaches teurer.

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© 2019 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer