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USA Reiseblogger Hendrik & Rebecca Breuer im Interview

Noch mehr über die Breuers:
10 Fragen – 10 Antworten

Wir reisen leidenschaftlich gerne und bloggen darüber. Was uns antreibt, wie wir das finanzieren und ähnliche Fragen werden uns immer wieder gestellt. Hier und jetzt liefern wir die Antworten auf die 10 häufigsten Fragen. Los geht's …

01 / Wie reist ihr?

Immer individuell, nie pauschal. Am liebsten buchen wir nur den Flug, ein Auto, und eine Unterkunft für die erste Nacht. Danach lassen wir alles auf uns zukommen. Am besten geht das in den USA und Europa. Vor Ort versuchen wir immer, dicht an die Menschen heranzukommen und unsere eigene Komfortzone zu verlassen. Wichtig ist uns, dass wir möglichst authentische Eindrücke von den Ländern mitnehmen und einiges über unsere Reiseziele lernen; deshalb versuchen wir, die ganz touristischen Ziele zu umgehen.

Wobei wir ehrlich sagen: In manchen Ländern und Regionen fällt uns das nicht so leicht, zum Beispiel in Asien. Manche Länder sind nicht so leicht zugänglich, es hapert an der Verständigung, und natürlich ist unsere Zeit limitiert. In solchen Fällen buchen wir die Route weitestgehend vor – mit Unterstützung von Reisebüros, die sich auf individuelles Reisen spezialisiert haben. So haben wir vor Ort zwar einen Plan, den wir aber jederzeit modifizieren können.

02 / Wozu der ganze
Aufwand hier?

Vor jeder Reise verschaffen wir uns eine grobe Übersicht, was es an unserem nächsten Ziel zu erleben gibt. Am liebsten lesen wir Reiseblogs, weil dort die Infos und Erlebnisse authentisch sind und ungefiltert aus erster Hand kommen, ohne kommerzielle Absichten.

Irgendwann haben wir uns entschlossen, dass auch wir unser Wissen weitergeben möchten – als punktueller Ideengeber oder gleich zum Nachreisen. Was 2012 als reiner Foto-Blog startete, entwickelte sich schnell zu einem großen Reise-Blog mit ausführlichen Reiseberichten.

03 / Warum heißt dieses
Projekt "The Breuers"?

Eine authentische Berichterstattung braucht einen authentischen Namen. Was kann es persönlicheres geben, als den eigenen Nachnamen dafür einzusetzen? Und weil wir eine große Verbundenheit zur USA verspüren, haben wir den Projektnamen "verenglischt".

04 / Welches Land hat euch am meisten beeindruckt?

Costa Rica ist unser persönliches Highlight bisher! Flora und Fauna sind wahnsinnig vielfältig: die Regenwälder und Vulkane haben uns genauso schwer beeindruckt wie die Robinson-Crusoe-Pazifikküste. Das Land ist sehr einfach auf eigene Faust zu bereisen, die Menschen sind sehr freundlich – und sicher ist das Land auch noch.

Es gibt natürlich viele weitere Highlights. Zum Beispiele wilde Tiere in völliger Freiheit Afrikas zu erleben, ist ebenfalls ein unvergessliches Erlebnis!

05 / Was sind eure Lieblingsziele?

Ganz klar: USA – vor allem Süd-Kalifornien! In den Vereinigten Staaten findest du Traumstrände, Wüsten, Berge, krasse Küsten, tropisches Klima und gemäßigtes Klima, Megacities und Kleinstadtleben. Dazu extrem lockere, aufgeschlossene Menschen. Unter allen Bundesstaaten bietet Süd-Kalifornien den besten Mix aus Sonne, Wasser, Wüste, Strand, Klima, Metropolen und eine Menge Coolness – alles zusammen garantiert eine einzigartige Lebensqualität!

06 / Ihr habt 1 Wunsch frei, …

… dann hätten wir unser eigenes BnB an der Küste Süd-Kaliforniens. Maximal sechs Zimmer. Und unbedingt mit Front Porch und Blick auf den Pazifik inklusive. Rebecca betüddelt die Gäste, und Hendrik kümmert sich um Haus, Garten, Marketing und Zahlen.

07 / Welches Ziel steht ganz oben auf eurer Wunschliste?

Australien, Alaska, Argentinien. Allerdings halten uns die extrem langen Flugzeiten noch davon ab. Es gibt aber auch so viele andere Ziele, wie zum Beispiel Namibia, Chile, Taiwan, Mauritius, Indonesien, Kanada, Neuseeland, Japan, Südsee …

08 / Was ist euer verrücktestes Erlebnis?

Unser Experiment "Übernachtung im Amazonas-Dschungel"! Wir wollten unsere Grenzen testen und jegliche Komfortzone verlassen: Für 3 Tage haben wir uns 70 km tief in den Amazonas-Dschungel Ecuadors zurückgezogen. Ohne Strom, ohne Netz, ohne Warmwasser. Nur Kerzen, Feuer und Taschenlampe. Das war der Plan.

Was am Tag ein großes Abenteuer war, änderte sich mit Einbruch der Dunkelheit schlagartig, als die Natur die volle Kontrolle übernahm. Nach einer schlaflosen Nacht voller unbekannter Geräusche, extrem feuchter Hitze, handtellergroßen Spinnen und Mäusen in der Hütte, sowie Affentanz auf dem Dach, haben wir das "Projekt" abgebrochen. Wir haben verstanden, dass Menschen unserer Breitengrade nicht dazu gemacht, um in der wildesten Natur zu leben.

Aus extremen Situationen geht man in der Regel gestärkt hervor – wir haben diese extreme Situation leider nicht gemeistert, sondern unsere persönliche Grenze erreicht. Doch für uns ist diese Niederlage ein Erfolg, schließlich wir sind um eine wertvolle Erfahrung reicher.

09 / Wie finanziert ihr das Reisen eigentlich?

Diese Frage wird uns am häufigsten gestellt :) Wir sparen sehr viel für unsere Reisen – jeder Cent, der übrig bleibt, wandert in die Reisekasse. Es gibt sogar eine 3-Liter-Sparflasche, in die viel Kleingeld wandert … da kommt ganz schön was zusammen. Dafür verzichten wir im Alltag auf einiges, beispielsweise gehen wir selten Essen und treffen uns lieber privat mit Freunden und Bekannten, anstatt in die Kneipen zu gehen.

Mindestens genauso entscheidend wie die Finanzen ist die Tatsache, dass wir uns immer einig sind! Wir haben dieselben Ziele und dieselben Wünsche. Das macht die ganze Sache sehr leicht.

10 / Welches Ziel hat euch am wenigsten gefallen?

Bisher hatte jedes Land, das wir besucht haben, seinen gewissen Reiz. Das eine mehr, das andere weniger. Am meisten "enttäuscht" sind wir von Curaçao: Die Strände, oder vielmehr die Farben und die Qualität des Meeres, haben uns sehr beeindruckt. Darüber hinaus hat Curaçao kaum etwas zu bieten, und für unseren Geschmack ist die Insel von Kreuzfahrtschiffen und damit von Touristenmassen belagert. Der Insel fehlt der eigene Charakter; für uns fühlt sich Curaçao an wie ein Klein-Amsterdam mit Traumbuchten und Spitzenwetter.

© 2019 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer