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Nikon Z7 vs. Sony Alpha 7R III – Erfahrungsbericht & Test

Mein Erfahrungsbericht & Test:
Nikon Z7 vs. Sony Alpha 7R III

Letztes Update 03.06.2020 — Lieber Foto-Freund, bitte berücksichtige: Dieser Artikel ist kein fundierter Testbericht – davon gibt es reichlich professionelle im Internet. Vielmehr handelt es sich hier um einen ganz persönlichen, subjektiven Erfahrungsbericht von dem wir hoffen, dass er dem einen oder anderen Leser bei seiner bzw. ihrer Kaufentscheidung hilft. Auch wenn uns der Begriff „Test“ mal rausrutscht – der Text spiegelt nur unsere eigenen Eindrücke wieder. So objektiv wie nötig – und so subjektiv wie möglich.

Nikon Z7 vs. Sony Alpha 7R III Erfahrungsbericht und Test

01 — Intro

Tschüss Spiegelreflex – Hallo Spiegellos!
Auf der Suche nach der (für uns) perfekten Kamera

Ich verdiene mit Fotografie nicht mein Geld — Fotografie ist nur mein Hobby. Trotzdem habe ich mein Nikon-Equipment über die Jahre ordentlich wachsen lassen. Bis ich mich 2019 selbst infrage stelle: Warum tue ich mir das an und schleppe mittlerweile fast 8 Kilogramm Fotogepäck mit mir herum? Ja du hast richtig gelesen, 8 Kilogramm kommen mit meinem Equipment zusammen:

  • Nikon D750 (850 g)
  • Nikkor 14-24 mm 2.8 (1.000 g)
  • Nikkor 200-500 mm 5.6 (2.300 g)
  • Nikkor 85 mm 1.8 (350 g)
  • Sigma Art 35 mm F1.4 (700 g)
  • Lowepro Protactic 450 AW Rucksack (2.600 g)
  • = 7.800 g Gesamtgewicht

Zubehör und Stativ sind in dieser Rechnung noch gar nicht berücksichtigt. Mit schwerem Gepäck durch den Flughafen zu hasten macht mir mittlerweile genauso wenig Spaß, wie dieses Gewicht durch eine Stadt zu schleppen. Immer häufiger lasse ich Teile der Foto-Ausrüstung zuhause, was nicht Sinn des guten Equipments ist. Auf unserer Ecuador- und Galapagos-Reise Anfang 2019 nehme ich nur noch die Kamera samt 24-70er Objektiv mit – und muss in einem Tierparadies wie Galapagos in Kauf nehmen, dass ich mit der Linse nicht mehr dicht genug an die Tiere herankommen kann. Höchste Zeit, den Inhalt meines Fotorucksacks kritisch zu überdenken!

Im Foto-Rucksack eine „klärende“ Grundsatz-Entscheidung zu treffen, fällt mir verdammt schwer — Eine kleinere Kamera kaufen, und damit einen Rückschritt in der Qualität in Kauf nehmen? Auf keinen Fall! Einfach ein paar Objektive aussortieren? Kann ich machen, hilft mir aber nur bedingt. Da kommen mir die spiegellosen Kameras gerade recht, die derzeit immer stärker auf den Markt drängen. Würden Sie mir denn genügen? Und welche Kamera macht das Rennen? Um eine Antwort auf diese Frage geht es in diesem Artikel.

Kurz & knapp erklärt:
Spiegelreflex (DSLR) vs. Spiegellose Systemkamera (DSLM)

Der erste große Vorteil einer spiegellosen Kamera ist – natürlich – die fehlende mechanische Spiegelkonstruktion, und damit ein Gewichtsersparnis. Die Bildqualität hat darunter nicht zu leiden. Im Gegenteil: Da die Sensoren in den spiegellosen Kameras alle neu entwickelt sind, leisten sie mitunter sogar bessere Bilder.

Der nächste große Vorteil ist der elektronische Sucher. Während man bei der Spiegelreflex ganz genau wissen muss, wie die Kamera einzustellen ist, liefert der elektronische Sucher einer Spiegellosen Ergebnisse noch vor dem Auslösen – nach dem WYSIWIYG-Prinzip. „What you see is what you get!“ Jede Veränderung von Blende und Belichtungszeit wird im Sucher abgebildet. Das ist gerade für Hobby-Fotografen, die nicht völlig routiniert sind, eine enorme Hilfe. Fairerweise muss ich zugeben, dass das Arbeiten mit einem elektronischen Sucher anfangs sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Schließlich: Der fehlende Spiegel hat sogar den Vorteil, dass man geräuschlos fotografieren kann (wenn man es möchte!), denn das Klappen des Spiegels und das damit verbundene typische Klickgeräusch bleibt aus.

02 — Pool an Herstellern

Das Angebot an spiegellosen Kameras ist groß – für wen soll ich mich entscheiden?

Viele Hersteller haben mittlerweile spiegellose Kameras im Programm — Nikon, Sony, Canon, Panasonic, Fujifilm oder Olympus, um die größten Marken zu nennen. Nach etwas Recherche fallen die einen oder anderen Hersteller aufgrund ernüchternder Testberichte aus dem Raster. Mein erster Fokus liegt auf Canon, denn viele Profi-Fotografen, mit denen ich täglich geschäftlich zu tun habe, setzen seit Jahren auf diese Marke. Doch Canon gehört zu den Kandidaten, die in den Tests am schlechtesten abgeschnitten haben.

In Anbetracht meines derzeitigen Nikon-Equipments müsste ich, auch mit Blick auf den Geldbeutel, eine rein rationale Entscheidung treffen — und nach 10 Jahren Nikon einfach bei dieser Marke bleiben. Immerhin habe ich hier den Vorteil, dass ich meine Linsen weiterhin an einer spiegellosen Kamera nutzen kann. 2018 hat Nikon mit der Z-Serie spiegellose Vollformat-Digitalkameras auf den Markt gebracht: die Z6 mit 24,5 MP und die Z7 mit 45,7 MP.

Doch eine Frage steht im Raum, die meine rationale Entscheidung ins Wanken bringt: Viele loben die Sony Alpha 7 in den Himmel, und nicht Wenige sind mittlerweile von Canon oder Nikon zu Sony gewechselt. Immerhin hat Sony bereits seit ca. 2015 Erfahrung mit spiegellosen Digitalkameras. Im Vollformat-Sektor sind aktuell die Sony Alpha 7 III (sprich: Mark 3) mit 24,2 MP und die Sony Alpha 7R III mit 42,4 MP interessant.

Kurzerhand entscheide ich mich, die Nikon Z7 und die Sony Alpha 7R III zu kaufen und zu testen — Warum mir die kleineren Modelle Nikon Z6 und Sony Alpha 7 III nicht reichen? Ich will zwar Gewicht verlieren, aber in der Bildqualität und -auflösung gewinnen. Dafür nehme ich den satten Aufpreis in Kauf.

Update 2020 — Wenige Wochen nach diesem Erfahrungsbericht hat Sony die Alpha 7R IV auf den Markt gebracht. Worin die Unterschiede zur Mark III liegen und ob sich ein Wechsel auf die Mark IV lohnt, erwähne ich weiter unten im mittlerweile aktualisierten Bericht.

Nikon Z7 Spiegellose Digitalkamera Erfahrungsbericht
Sony Alpha 7R III Spiegellose Digitalkamera Erfahrungsbericht

Update 2020

Was gibt's neues?
Lohnt der Umstieg von Sony Alpha 7R III auf IV?

Auf den ersten Blick wirken beide Alpha 7R Modelle nahezu gleich. Die wichtigsten äußeren Verbesserungen liegen im Detail — Ein überarbeiteter Griff, der etwas besser in der Hand liegt, fällt als erstes auf. Weiterhin lässt sich das Wählrad für die Belichtungskorrektur nun sperren – wer nicht aufpasst, verstellt an der Sony Alpha 7R III nämlich ganz schnell und unabsichtlich die Belichtungskorrektur. Außerdem sind Abdichtungen am Gehäuse und Druckpunkte der Tasten verbessert worden. Damit ist das Gewicht der Mark IV minimal um 10 Gramm gestiegen.

Viel wesentlichere Änderungen finden im Innern der Sony Alpha 7R IV statt:

Der Sensor der Mark IV liefert stattliche 60,2 MP — und damit eine um 43% höhere Auflösung, die sich natürlich auch in der Größe der RAW-Dateien bemerkbar macht. Um hier das volle Potenzial auszuschöpfen, sind hochwertige Objektive nötig, am besten Festbrennweiten.

Beim Autofokus arbeitet die neue Sony Alpha 7R nun mit 567 anstatt 399 Phasen-AF-Punkten.

Auch der elektronische Sucher wurde optimiert — Während die Alpha 7R III über 3,69 Millionen Subpixel verfügt, brilliert die Alpha 7R IV mit 5,76 Millionen Subpixeln. Angesichts des hier im Erfahrungsbericht kritisierten Suchers ein deutlicher Schritt nach vorn.

Schließlich hat Sony der Alpha 7R IV nun zwei UHS-II Kartenslots spendiert — So funktioniert die Simultanaufnahme im Serienbildmodus auch ohne Einschränkungen.

Fazit — Das neue spiegellose Flaggschiff von Sony erweist sich in vielen Details als sinnvolle und konsequente Weiterentwicklung. Ob sich jedoch die stattliche Preisdifferenz von ca. 1.200 Euro zwischen der Sony Alpha 7R III zur IV tatsächlich lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Mir sind die Änderungen nicht gravierend genug.

Die äußerlichen Änderungen zeigen sich besonders gut beim Blick von oben: Sony Alpha 7R III …
… und die Sony Alpha 7R IV mit besserem Griff und einem nun feststellbaren Wählrad für die Belichtungskorrektur

03 — Gehäuse & Design

Der äußere erste Eindruck:
Nikon Z7 vs. Sony Alpha 7R III

Nikon Z7 Gehäuse mit angenehm platzierten Knöpfen und Displays
Klein, aber fein: Über das Display auf der Gehäuse-Oberseite der Z7 lassen sich die wichtigsten Infos schnell ablesen

Beide Kameras sind sehr gut verpackt, das Unwrapping wird zum kleinen Erlebnis — Bei der Haptik punkten beide spiegellosen Kameras über ein sehr stabiles und robustes Gehäuse. Sehr auffällig ist, dass der Body der Sony minimal kleiner ist, während die Nikon Z7 wesentlich besser und angenehmer in der Hand liegt – dank einer deutlich tieferen Griffmulde. Ein wichtiges Kriterium für Menschen mit größeren Händen, die es mit der Sony auf jeden Fall etwas schwerer haben werden.

Als Design-Liebhaber gefällt mir rein äußerlich die Nikon besser, denn sie sieht insgesamt hochwertiger aus — Natürlich lässt sich über Geschmack immer streiten. Fakt ist, dass sämtliche Knöpfe und Schalter bei der Z7 angenehmer platziert sind, sich mehr an das abgerundete Gehäuse schmiegen und nicht so aufgesetzt wirken wie bei der etwas sehr kantig geratenen Sony. Da haben die Produktdesigner bei Nikon wieder einmal gute Arbeit geleistet!

Sehr angenehm und komfortabel ist das kleine Display auf der Gehäuseoberseite an der Z7, welche die wichtigsten Informationen wie Blende, Belichtung, Akku-Ladestand & Co. schnell ablesen lässt.

Pluspunkt für die Sony: Sie fasst zwei SD-Karten, während die Nikon nur eine (ziemlich teure) XQD-Karte aufnimmt.

04 — Auflösung & Bildqualität

Fotografieren mit der Nikon Z7
und der Sony Alpha 7R III

Das Bild des elektronischen Suchers ist bei der Sony auffällig schlechter als das exzellente Bild der Nikon — zumindest im Standbild während des Fotografierens fällt ein Rauschen im Sucherbild stark auf. Diese Situation kehrt sich um, sobald man zu filmen beginnt: Beim Schwenken mit der Kamera liefert die Sony ein Top-Sucherbild ab. Ich habe alle Einstellungen durchprobiert, und auch die Tipps in den Kommentaren berücksichtigt, das Sucherbild der Sony lässt sich einfach nicht optimieren. Keine Ahnung, warum das so ist.

Meister in jeder Situation — Bei Testaufnahmen am Tag, im Haus als auch draußen bei bewölktem Himmel oder bei Sonne, habe ich nach über 300 Testbildern folgende Eindrücke: Die Sony Alpha 7R III beherrscht jede Situation scheinbar perfekt. Punkt. Besonders in schwierigen Lichtsituationen mit wenig Licht, bei Gegenlicht-Aufnahmen oder gar frontalen Aufnahmen direkt ins Sonnenlicht – die Ergebnisse sitzen immer. Kaum ein einziger Ausschuss.
Tiefe, Dynamik und Sättigung sind bei der Sony sehr ausgewogen und natürlich, während ich bei der Nikon Z7 den Eindruck habe, dass die Bilder etwas matschiger in der Tiefe und etwas zu gesättigt sind.

Vor allem beeindruckt mich die Natürlichkeit der Farben, die aus der Sony kommen — Ob Wolkenhimmel mit feiner Zeichnung, schwierige Lichtverhältnisse im Wald mit viel Grün, oder die angenehme Wiedergabe von Hauttönen: Die Alpha 7R III meistert fast jede Situation souverän. Apropos Menschen und Portrait-Aufnahmen: Beide Kameras erkennen Gesichter automatisch und stelleb sie immer (!) perfekt auf die Augen scharf. Die 7R III ist bei der Gesichtserkennung einen kleinen Ticken präziser!

Bei der Serienbildaufnahme beeindruckt mich die Sony mit 10 Aufnahmen pro Sekunde — während die Nikon ca. 8 schafft. Eine gute, schnelle Speicherkarte ist bei beiden Kameras natürlich Grundvoraussetzung.

Die extrem hohe Auflösung beider Kameras ist beeindruckend und überzeugt bei beiden Modellen — Im Vollformat reichen im Prinzip 24 Megapxiel aus, um glücklich zu sein. Darüber hinaus steigen vor allem der Anschaffungspreis der Kamera sowie der Speicherbedarf an Bildern. Doch mit ihren Auflösungen von 46,9 Megapixel (Z7) bzw. 42,4 Megapixel (7R III) lassen beide Kameras ihre Muskeln spielen und bieten beste Voraussetzungen, um aus den Aufnahmen das Optimum herauszuholen. Kleine Ausschnitte lassen sich knackscharf "ausschneiden". Beispiel: Auf einer Safari in Botswana habe ich nur mit 200 mm Brennweite gearbeitet, und konnte aufgrund der hohen Auflösung die Tiere nachträglich um mindestens 200% croppen. So habe ich quasi aus 200 mm direkt 400 mm Brennweite herausgeholt. Da macht sich die hohe Auflösung schnell bezahlt.

Unbearbeitetes Foto aus der Sony Alpha 7R III …
… das dank der hohen Auflösung einen Crop von 200-300% problemlos zulässt

05 — Menü & WiFi

Große Unterschiede im Bedienkomfort zwischen Nikon und Sony

In Sachen Bedienkomfort und Menü-Navigation überzeugt Nikon voll und ganz — denn die Übersicht und Verständlichkeit der Menüs an der Z7, verbunden mit der Leichtigkeit, mit welcher der Benutzer die Kamera bedienen kann, hat Nikon vorbildlich gelöst (und dazu noch top-designed!). Dagegen hat Sony bereits bei anderen Produkten eindrucksvoll bewiesen, dass sie von Benutzerführung und Design offenbar wenig Ahnung haben. Ich muss mir nur unseren Sony OLED-TV anschauen …

Die Menüführung der Alpha 7R III ist erschreckend benutzerunfreundlich — Sehr umständlich muss man sich über diverse Hauptreiter (Level 1) horizontal, über Unterreiter (Level 2) nochmals horizontal, und dann bis zu 14 Seiten (!) vertikal durch das Menü navigieren. Als wäre das nicht schon wirr genug, sind viele Menüpunkte so unglücklich abgekürzt, dass ich nicht selten rätseln muss, was sich hinter dem jeweiligen Menüpunkt verbirgt. Das macht Nikon deutlich besser!

Die Wifi-Anbindung geht bei beiden Kameras unkompliziert, wobei die Nikon Z7 einen Tick einfacher mit dem Smartphone zu koppeln ist. Die App „Snap Bridge“ von Nikon gefällt mir hinsichtlich Übersicht und Bedienkomfort ebenfalls besser als die „Imaging Edge Mobile“ Software von Sony (bei Sony sind sogar die App-Namen umständliche Zungenbrecher).

Nikon Z7 Spiegellose Digitalkamera Menü
Das sehr übersichtliche Menü der Nikon Z7 …
Sony Alpha 7R III Menü
… und im Vergleich das "hakelige" Menü der Alpha 7R III

06 — Zubehör & Markterfahrung

Weiteres wichtiges Kriterium: Angebot an Objektiven und Markterfahrung

Bei der Neuanschaffung und besonders beim Systemwechsel sind zwei Kriterien besonders entscheidend — Wieviel Erfahrung hat ein Hersteller mit dem System am Markt bereits gemacht? Und wie groß ist sein Spektrum an Objektiven? Stand 2020 bietet Sony für die Alpha 7R III/IV gleich 11 Zoom-Objektive und 16 Festbrennweiten mit E-Mount (Vollformat-tauglich) an. Nach einem etwas schlappen Start hat Nikon für die Z-Serie mittlerweise etwas aufgeholt und bietet jetzt 6 Zoom-Objektive und 7 Festbrennweiten. Woher kommt diese Ungleichheit? Ganz einfach: Sony ist mit dem spiegellosen System bereits mindestens sechs Jahre am Markt, während Nikon die beiden Z-Kameras erst Ende 2018 herausgebracht hat.

Natürlich werden weitere Objektive bei Nikon folgen, aber das wird dauern. Kleiner Wermutstropfen: Für die Z7 ist ein Adapterring erhältlich, der problemlos andere Nikon-Vollformat-Objektive aufschrauben lässt. Dafür muss man in Kauf nehmen, dass Volumen und Gewicht der Kamera zunehmen.

07 — In der Praxis

Etwas Spaß muss sein: Mit welcher spiegellosen Kamera macht das Arbeiten am meisten Freude?

Wie bereits erwähnt, hat Nikon hinsichlich Bedienkomfort und Handling fast alles richtig gemacht — Die Knöpfe und Schalter an der Nikon Z7 sind logisch und komfortabel platziert, das sehr übersichtliche Menü erhöht den Komfort ebenfalls. Beispielsweise lassen sich Fokusmodi sehr einfach und schnell umstellen, Belichtungskorrekturen vornehmen oder Einstellungen im Sucher mit Leichtigkeit im Auge behalten. All das ist bei der Sony aufwändiger, überfrachteter, stellenweise komplizierter – wenngleich ich es mag, dass Sony fünf Tasten nach meinem Geschmack belegen lässt. Ich werde jedoch das Gefühl nicht los, dass Sony die Knöpfe willkürlich auf dem gesamten Kameragehäuse verteilt hat.

Beim Fotografieren hat die Alpha 7R III die Nase vorn — Schon beim Blick durch den elektronischen Sucher heißt es: What you see is what you get. Die Ergebnisse im Sucher passen perfekt zu dem, was ich später auf dem Rechner in Lightroom sehe. Das ist bei der Nikon so extrem gut nicht der Fall! Deshalb macht mir als Hobby-Fotograf, der sein Handwerk nicht im Schlaf beherrscht, das Fotografieren mit Sony deutlich mehr Spaß. Weil ich einfach das Gefühl habe: Ich kann mich darauf verlassen, was ich einstelle und fotografiere, kommt ohne bose Überraschung auf dem Rechner heraus. Und dann diese Sonnensterne … die erledigt die Alpha 7 fantastisch!

08 — Fazit

Mein persönliches Fazit

Testtabelle Nikon Z7 und Sony Alpha 7R III
Auf einen Klick: Meine persönliche Auswertung Nikon Z7 vs. Sony Alpha 7R III

Ganz klar: Wir bewegen uns hier auf einem hohen Niveau! — Beide Kameras sind sehr gut, jede hat in einem gewissen Bereich die Nase vorn. Gerade weil das so ist, habe ich mir die Mühe gemacht und eine umfangreiche Liste erstellt, deren einzelne Punkte ich eifrig getestet und bewertet habe.

Bestimmte Kriterien fallen für mich weniger ins Gewicht als andere, die ich in der Tabelle fett markiert habe. Punkte, die mir ganz besonders wichtig sind, habe ich gold-fett markiert und die doppelte Punktzahl gegeben. Zwei Dinge werden bei dieser Auswertung deutlich: a) wie knapp das Rennen ausgeht und b) wie sehr subjektiv dieser „Test“ tatsächlich ist.

Die Sony reizt mich sehr, weil sie mir das Leben / das Fotografieren deutlich einfacher macht als die Nikon — Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich bei der Nikon Z7 ganz genau wissen muss, was zu tun ist, um ein richtig gut belichtetes Foto zu schießen. Da mag der Profi gerne über mich lachen – ich bin eben keiner, deshalb überzeugt mich die Sony Alpha 7R III an dieser Stelle. Soll ich wirklich mein gesamtes Nikon-Equipment verkaufen? Da kommt schließlich einiges an Wertverlust zusammen, und die Sony samt neuer Objektive ist kein Schnäppchen.

Doch genau das habe ich getan: alles verkauft! — Dank Kleinanzeigen habe ich gute Preise erzielt – ich gehe mit meinem Equipment eben sehr pfleglich um. Vom Erlös habe ich mir zuerst nur die Sony Alpha 7R III samt Standard-Zoom gekauft, später habe ich weitere Objektive nachgelegt. Und den kleineren Lowepro-Fotorucksack 350, der sich im Gegensatz zum 450er anfühlt wie ein kleiner Grundschul-Rucksack. Gewichtsersparnis nach dem Systemwechsel: mehr als 3 Kilogramm.

Probe- und Vergleichsaufnahmen versehentlich gelöscht — Lange bevor ich mich dazu entschlossen habe, einen Erfahrungsbericht über beide Kameras zu schreiben, habe ich leider alle Probe- und Vergleichsaufnahmen gelöscht. Sie hätten dem Bericht natürlich sehr geholfen …

Update 2020 — Mittlerweile fotografiere ich seit mehr als einem Jahr mit der Sony Alpha 7R III. Sie hat uns durch Schottland, Namibia, Puerto Rico und Botswana begleitet. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich auf das umständliche Handling der Kamera einzustellen – und der kaum vorhandene Bedienkomfort bleibt weiterhin ein Dorn in meinem Auge. Was jedoch zählt sind die Fotos, die aus der Kamera kommen. Und von denen bin ich sehr beeindruckt bis schwer begeistert. Wenn du unsere aktuellsten Reiseberichte zu den genannten Zielen durchblätterst, wirst du, lieber Leser, hoffentlich ebenso überzeugt sein wie ich. Die Sony Alpha 7R III ist eine sehr gute Wahl!

Kommentare

Du hast Kommentare oder Fragen?

Kommentar von Martin Richter |

Vielen Dank für den anschaulichen Bericht, er hat mir sehr geholfen.
Ein paar Vergleichsbilder wären noch toll gewesen.

Antwort von Hendrik

Ich freue mich, dass dir der Bericht weiterhilft! Sämtliche Testaufnahmen habe ich längst gelöscht, lange bevor ich diesen Bericht verfasst habe. Die Bilder hätten natürlich geholfen …

Bitte addieren Sie 2 und 5.
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