Support

Lorem ipsum dolor sit amet:

24h / 365days

We offer support for our customers

Mon - Fri 8:00am - 5:00pm (GMT +1)

Get in touch

Cybersteel Inc.
376-293 City Road, Suite 600
San Francisco, CA 94102

Have any questions?
+44 1234 567 890

Drop us a line
info@yourdomain.com

About us

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit.

Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec.

Nikon Z7 vs. Sony Alpha 7R III
Ein Erfahrungsbericht & Test

VON HENDRIK BREUER // 12. Mai 2019

Gleich das Wichtigste vorab: Dieser Artikel ist kein waschechter, fundierter Testbericht – solche gibt es längst genug im Internet. Vielmehr handelt es sich hier um einen ganz persönlichen, subjektiven Erfahrungsbericht von dem ich hoffe, dass er dem einen oder anderen Leser bei seiner bzw. ihrer Kaufentscheidung hilft. Auch wenn mir der Begriff „Test“ mal rausrutscht – der Text spiegelt nur meine Eindrücke wieder. So objektiv wie nötig – und so subjektiv wie möglich.

Nikon Z7 vs Sony Alpha 7R III Erfahrungsbericht Test

Tschüss Spiegelreflex –
Hallo Spiegellos!

01 / Auf der Suche nach der (für uns) perfekten Kamera

Ich verdiene mit Fotografie nicht mein Geld. Fotografie ist seit Jahren nur mein Hobby. Deshalb habe ich mich selbst Anfang 2019 infrage gestellt: Warum tue ich mir das an und schleppe mittlerweile fast 8 Kilogramm Fotogepäck mit mir herum? Du hast richtig gelesen, 8 Kilogramm kommen mit meinem derzeitigen Equipment zusammen:

– Nikon D750 (850 g)
– Nikon AF-S NIKKOR 14-24 mm 2.8 (1.000 g)
– Nikon AF-S NIKKOR 200-500 mm 5.6 (2.300 g)
– Nikon AF-S NIKKOR 85 mm 1.8 (350 g)
– Sigma Art 35 mm F1.4 (700 g)
– Lowepro Protactic 450 AW Rucksack (2.600 g)
= 7.800 g

Zubehör und Stativ sind in der Rechnung noch nicht enthalten. Mit schwerem Gepäck durch den Flughafen zu hasten macht mir genauso wenig Spaß wie dieses Gewicht durch eine Stadt zu schleppen. Auf unserer Ecuador- und Galapagos-Reise anfang 2019 habe ich nur noch die Kamera samt 24-70er Objektiv mitgenommen – und musste in einem Tierparadies wie Galapagos in Kauf nehmen, dass ich nicht ganz dicht an die Tiere herankommen konnte. Höchste Zeit, den Inhalt meines Fotorucksacks kritisch zu überdenken!

Doch was soll ich tun? Eine kleinere Kamera kaufen und damit einen Rückschritt in der Qualität in Kauf nehmen? Auf keinen Fall! Da kommen mir die spiegellosen Kameras gerade recht, die derzeit immer stärker auf den Markt drängen. Würden Sie mir denn genügen? Und welche Kamera macht das Rennen? Um eine Antwort auf diese Frage geht es in diesem Artikel.

Spiegelreflex (DSLR) vs.
Spiegellose Systemkamera (DSLM)

KURZ & KNAPP ERKLÄRT

Der erste große Vorteil einer spiegellosen Kamera ist – natürlich – die fehlende mechanische Spiegelkonstruktion, und damit ein Gewichtsersparnis. Die Bildqualität hat darunter nicht zu leiden. Im Gegenteil: Da die Sensoren in den spiegellosen Kameras alle neu entwickelt sind, leisten sie mitunter sogar bessere Bilder.

Der nächste große Vorteil ist der elektronische Sucher. Während man bei der Spiegelreflex ganz genau wissen muss, wie die Kamera einzustellen ist, liefert der elektronische Sucher einer Spiegellosen Ergebnisse noch vor dem Auslösen – nach dem WYSIWIYG-Prinzip. „What you see is what you get!“ Jede Veränderung von Blende und Belichtungszeit wird im Sucher abgebildet. Das ist gerade für Hobby-Fotografen, die nicht völlig routiniert sind, eine enorme Hilfe. Fairerweise muss ich zugeben, dass das Arbeiten mit einem elektronischen Sucher anfangs sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Schließlich: Der fehlende Spiegel hat sogar den Vorteil, dass man geräuschlos fotografieren kann (wenn man es möchte!), denn das Klappen des Spiegels und das damit verbundene typische Klickgeräusch bleibt aus.

Das Angebot an spiegellosen Kameras ist groß – welche nehme ich denn nun?

02 / Vielzahl an Herstellern

Viele Hersteller haben mittlerweile spiegellose Kameras im Programm: Nikon, Sony, Canon, Panasonic, Fujifilm und Olympus, um die größten Marken zu nennen. Nach etwas Recherche fallen die einen oder anderen Hersteller aufgrund ernüchternder Testberichte aus dem Raster. Mit Canon kokettiere ich seit Jahren, immerhin arbeiten viele Profi-Fotografen, mit denen ich auch geschäftlich täglich zu tun habe, mit Canon. Aber: Canon gehört zu den Kandidaten, die in den Tests am schlechtesten abgeschnitten haben.

Im Grunde bleibt für mich nach 10 Jahren Nikon nichts anderes übrig, als bei Nikon zu bleiben. Doch alle reden von Sony und loben die Sony Alpha 7 in den Himmel. Ich entscheide mich, die Nikon Z7 und die Sony Alpha 7R III (sprich: Mark 3) zu kaufen und zu testen. Warum mir Nikon Z6 und Sony Alpha 7 III nicht reichen? Ich will zwar Gewicht verlieren, aber in der Bildqualität und -auflösung gewinnen. Dafür nehme ich den Aufpreis in Kauf.

Spiegellose Vollformat Digitalkamera Nikon Z7 Erfahrungsbericht
Spiegellose Vollformat Digitalkamera Sony Alpha 7R III Erfahrungsbericht

Erster Eindruck:
Nikon Z7 vs. Sony Alpha 7R III

03 / Gehäuse & Design

Beide Kameras sind sehr gut verpackt. Als Design-Liebhaber gefällt mir Nikon besser, denn es sieht hochwertiger aus. Ist aber die schönste Nebensache. Der Body der Sony ist minimal kleiner, dafür ist die Handmulde bei der Nikon deutlich tiefer – damit liegt die Z7 wesentlich besser und angenehmer in der Hand (ein großes Kriterium für Menschen mit größeren Händen). Beide Kameras sind sehr robust.

Es fällt auf, dass sämtliche Knöpfe und Schalter bei der Nikon angenehmer platziert sind und sich mehr an das abgerundete Gehäuse schmiegen und nicht so aufgesetzt wirken wie bei der etwas kantigen Sony. Da haben die Produktdesigner bei Nikon wieder einmal gute Arbeit geleistet!

Auch sehr angenehm und komfortabel ist das kleine Display auf der Gehäuseoberseite an der Z7, welche die wichtigsten Informationen schnell ablesen lässt.

Pluspunkte für die Sony: Sie fasst zwei SD-Karten, während die Nikon nur eine (ziemlich teure) XQD-Karte aufnimmt.

Display auf der Oberseite Nikon Z7

Fotografieren mit der
Nikon Z7 und der Sony Alpha 7R III

04 / Auflösung & Bildqualität

Das Bild des elektronischen Suchers ist bei der Sony auffällig schlechter als das exzellente Bild der Nikon – zumindest im Standbild während des Fotografierens fällt ein Rauschen im Sucherbild stark auf. Diese Situation kehrt sich um, sobald man zu filmen beginnt: Beim Schwenken mit der Kamera liefert die Sony ein Top-Sucherbild ab. Keine Ahnung, warum das so ist.

Jetzt wird es sehr sehr subjektiv! Bei Testaufnahmen am Tag, im Haus als auch draußen bei bewölktem Himmel oder bei Sonne, habe ich nach über 300 Testbildern folgende Eindrücke: Die Sony Alpha 7R III beherrscht jede Situation scheinbar perfekt. Punkt. Besonders in schwierigen Lichtsituationen mit wenig Licht, bei Gegenlicht-Aufnahmen oder gar frontalen Aufnahmen in das Sonnenlicht: die Ergebnisse sitzen immer. Kaum ein einziger Ausschuss.

Tiefe, Dynamik und Sättigung sind bei der Sony sehr ausgewogen, während ich bei der Nikon Z7 den Eindruck habe, dass die Bilder etwas matschiger in der Tiefe und überzeichneter sind.

Vor allem beeindruckt mich die Natürlichkeit der Fotos, die aus der Sony kommen. Das fällt ganz besonders bei Portraitaufnahmen auf: Die Haut ist sehr angenehm abgelichtet – vielleicht liegt das auch an der exzellenten Gesichtserkennung der Sony. Die Kamera erkennt Gesichter automatisch und stellt sie immer (!) perfekt auf die Augen scharf. So eine Brillanz habe ich nicht erwartet. Ein riesiger Pluspunkt für Sony an dieser Stelle!

Bei der Serienbildaufnahme beeindruckt mich die Sony mit 10 Aufnahmen pro Sekunde, während die Nikon nur 6-8 schafft. Eine gute, schnelle Speicherkarte ist bei beiden Kameras natürlich Grundvoraussetzung.

Große Unterschiede im Bedienkomfort zwischen Nikon und Sony

05 / Menü & Wifi

An dieser Stelle hat mir Nikon die Entscheidung extrem schwer gemacht. Denn: Die Übersicht und die Verständlichkeit der Menüs verbunden mit der Leichtigkeit, mit welcher der Benutzer die Kamera bedient, ist bei der Nikon Z7 wirklich vorbildlich (und auch noch top-designed!). Sony ist bekannt (und von mir wenig geliebt dafür), dass sie von Benutzerführung und Design wenig Ahnung haben. Ich muss mir nur unseren Sony OLED-TV anschauen …

Die Menüführung der Alpha 7R III ist erstaunlich benutzerunfreundlich. Sehr umständlich muss man sich über diverse Reiter einmal horizontal, über zweite Unterreiter nochmals horizontal, und dann bis zu 14 Seiten (!) vertikal durch das Menü navigieren.

Als wäre das nicht schon wirr genug, sind viele Menüpunkte so unglücklich abgekürzt, dass ich nicht selten rätseln musste, was sich hinter dem Menüpunkt verbirgt. Das macht Nikon deutlich besser!

Die Wifi-Anbindung geht bei beiden Kameras unkompliziert, wobei die Nikon Z7 einen Tick einfacher mit dem Smartphone zu koppeln ist. Die App „Snap Bridge“ von Nikon gefällt mir hinsichtlich Übersicht und Bedienkomfort ebenfalls besser als die „Imaging Edge Mobile“ Software von Sony (bei Sony sind sogar die App-Namen umständlich).

Menü von Nikon Z7 spiegellose Vollformat-Kamera
Menü der Nikon Z7
Menü von Sony Alpha 7R III spiegellose Vollformat-Kamera
Menü der Sony Alpha 7R III

Wichtiges Kriterium:
Auswahl an Objektiven und Markterfahrung

06 / Zubehör & Erfahrung

Die Zahlen sprechen für sich: Sony bietet für die Alpha 7R III derzeit über 10 Zoom-Objektive und mehr als 12 Festbrennweiten mit E-Mount (Vollformat-tauglich) an. Im Vergleich dazu ist die Nikon Z7 derzeit mit nur 3 Zoom-Objektiven und 3 Festbrennweiten am Start (Stand: Mai 2019). Woher kommt diese Ungleichheit? Sony ist mit dem spiegellosen System bereits mindestens fünf Jahre am Markt, während Nikon die beiden Z-Kameras erst Ende 2018 herausgebracht hat. Natürlich werden weitere Objektive bei Nikon folgen, aber das wird dauern. Kleiner Wermutstropfen: Für die Z7 ist ein Adapterring erhältlich, der problemlos andere Nikon-Vollformat-Objektive aufschrauben lässt. Dafür muss man in Kauf nehmen, dass Volumen und Gewicht der Kamera zunehmen.

Etwas Spaß muss sein: Mit welcher spiegellosen Kamera macht das Arbeiten am meisten Freude?

07 / Die Kameras in der Praxis

Ich erwähnte bereits, dass die Knöpfe an der Nikon Z7 sehr logisch und komfortabel platziert sind. Das macht die Bedienung der Z7 sehr angenehm, hinzu kommt das erwähnte, sehr übersichtliche Menü. Beispielsweise lassen sich Fokusmodi sehr einfach und schnell umstellen, Belichtungskorrekturen vornehmen oder Einstellungen im Sucher mit Leichtigkeit im Auge behalten. All das ist bei der Sony aufwändiger, überfrachteter, sogar komplizierter – wenngleich ich es mag, dass Sony mich fünf Tasten nach einem Geschmack belegen lässt. Ich werde jedoch das Gefühl nicht los, dass Sony die Knöpfe willkürlich auf dem gesamten Kameragehäuse verteilt hat.

Wie ich nach über 300 Testaufnahmen merke, gewöhne ich mich mit der Zeit an die Sony. Was das Fotografieren angeht, trifft für die Alpha 7R III wie schon beim Blick durch den elektronischen Sucher mehr denn je zu: What you see is what you get. Die Ergebnisse im Sucher passen perfekt zu dem, was ich später auf dem Rechner in Lightroom sehe. Das ist bei der Nikon so extrem nicht der Fall! So macht mir das Fotografieren mit Sony deutlich mehr Spaß weil ich mehr und mehr das Gefühl bekomme, ich kann mich darauf verlassen, was ich einstelle und fotografiere. Und dann diese Sonnensterne! Die erledigt die Alpha 7 fantastisch!

Mein Fazit

08 / Die Entscheidung

Ganz klar: Wir bewegen uns hier auf einem hohen Niveau! Beide Kameras sind sehr gut, jede hat in einem gewissen Bereich die Nase vorn. Gerade weil das so ist, habe ich mir die Mühe gemacht und eine umfangreiche Liste erstellt, deren einzelne Punkte ich eifrig getestet und bewertet habe.

Bestimmte Kriterien fallen für mich weniger ins Gewicht als andere, die ich in der Tabelle fett markiert habe. Punkte, die mir ganz besonders wichtig sind, habe ich gold-fett markiert und die doppelte Punktzahl gegeben. Zwei Dinge werden bei dieser Auswertung deutlich: a) wie knapp das Rennen ausgeht und b) wie sehr subjektiv dieser „Test“ tatsächlich ist.

Die Sony reizt mich sehr, weil sie mir das Leben / das Fotografieren deutlich einfacher macht als die Nikon. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich bei der Nikon Z7 ganz genau wissen muss, was zu tun ist, um ein richtig gut belichtetes Foto zu schießen. Da mag der Profi gerne über mich lachen – ich bin eben keiner, deshalb überzeugt mich die Sony Alpha 7R III an dieser Stelle. Aber soll ich wirklich mein gesamtes Nikon-Equipment verkaufen? Da kommt schließlich einiges an Wertverlust zusammen, und die Sony samt 24-70 mm 2.8 ist nicht gerade ein Schnäppchen.

Doch genau das habe ich jetzt getan: alles verkauft! Nur die Filter habe ich behalten. Dank Kleinanzeigen habe ich gute Preise erzielt – nun, ich gehe mit meinem Equipment auch sehr pfleglich um. Von dem Erlös habe ich mir nicht nur die Sony Alpha 7R III samt Standard-Zoom gekauft, sondern auch ein kleines Reise-Zoom sowie ein Weitwinkel. Und den kleineren Lowepro-Fotorucksack, der sich gerade anfühlt wie ein kleiner Grundschul-Rucksack. Gewichtsersparnis: mehr als 3 Kilogramm.

An der Nordsee-Küste und auf der Insel Langeoog habe ich erste Ergebnisse in der Praxis erzielt. Ich bin sehr zufrieden. Bald geht es auf die erste Reise nach Schottland – dann wird die Sony zeigen müssen, was in ihr steckt!

Test Auswertung Nikon Z7 vs. Sony Alpha 7R III spiegellose Vollformat-Kamera
Meine ganz persönliche Auswertung – Klick zum Vergrößern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte addieren Sie 4 und 7.
© 2019 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer