San Pedro de Atacama
12 Highlights →
Die Fahrt über die Anden von Chile nach Argentinien über die Ruta 27 hinauf zum Paso de Jama gehört zu den landschaftlich spektakulärsten Panoramastraßen, die wir in unseren 20 Jahren Reisen erlebt haben. Auf fast 5.000 Metern Höhe geht es durch eine Landschaft voller Vulkane, ohne jede Spur von Zivilisation, und durch Luft, die im wahrsten Sinne des Wortes „atemberaubend“ dünn ist! Begleite uns auf dieser 400 km langen Route, die vielleicht auch dein nächstes Abenteuer werden kann.
Lage & Route
Land
Chile
Anzahl Besuche
2x
Reisejahre
2025
2026
Letztes Update
03.2026
Kurz & knackig — Unsere Meinung
„Die Ruta 27 über den Paso de Jama gehört für uns zu den spektakulärsten Straßen Südamerikas. Auf fast 5.000 Metern fährt man durch eine einsame Vulkanlandschaft wie von einem anderen Planeten.“
Inhaltsverzeichnis
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01 — Intro
Eine der spektakulärsten Straßen der gesamten Atacama-Wüste führt von San Pedro de Atacama über die Ruta 27 hinauf zum Andenpass Paso de Jama. Die Strecke verbindet den Norden Chiles mit dem Norden Argentiniens und führt einmal quer über die Anden. Es ist in dieser Region die einzige Route, die Touristen für den Grenzübertritt nutzen können. Wer von der Atacama nach Argentinien möchte – etwa Richtung Salta oder Humahuaca – kommt an dieser Straße nicht vorbei. Denn die Ruta 23 und der Paso de Sico sind nur für den Güterverkehr geöffnet.
Doch selbst wenn du nicht die Grenze überqueren möchtest, lohnt sich die Fahrt. Auf fast 5.000 Metern Höhe geht es durch eine Landschaft voller Vulkane, ohne jede Spur von Zivilisation, und durch Luft, die im wahrsten Sinne des Wortes „atemberaubend“ dünn ist!
02 — Ruta 27 in Chile
Schon kurz hinter San Pedro de Atacama beginnt die Straße stetig anzusteigen. Binnen weniger Kilometer klettert der Höhenmesser von 2.500 auf 4.500 Meter. Die Landschaft verändert sich schnell: Die braune Wüste der Atacama weicht einer immer weiter werdenden Hochebene.
Das erste markante Highlight ist der Vulkan Licancabur. Er liegt dicht an der Straße und beeindruckt mit seiner perfekt symmetrischen Kegelform, wie sie in keinem Bilderbuch fehlen dürfte. Kurz darauf passieren wir den Grenzübergang zu Bolivien, den wir jedoch links liegen lassen und dem Paso de Jama weiter folgen. Auf 4.950 Metern erreichen wir den höchsten Punkt der Ruta 27. Für eine Fotopause steigen wir aus dem Auto und spüren die Höhe deutlich: Die Luft ist extrem dünn, jeder Schritt lässt uns nach Atem schnappen – der Kreislauf muss hier Höchstleistungen erbringen!
Zum Glück geht es schon bald wieder 200 bis 300 Meter runter. Die Straße fährt durch eine Landschaft, wie wir sie noch nie gesehen haben. Wir kommen uns vor, als seien wir auf einem anderen Planeten unterwegs. Diese Landschaft von Chile zeigt keine Spuren von Zivilisation: Kein Zaun, kein Grenzstein, kein einziger Mensch. Nur ein paar Lamas, ein paar Salzseen und Vulkane, Vulkane, Vulkane.
Auf der Weiterfahrt passieren wir auch den Salar de Aguas Calientes. Der riesige Salzsee liegt auf etwa 2.300 Metern Höhe und erstreckt sich über mehrere Quadratkilometer. Aufgrund seines hohen Salzgehalts schimmert die Oberfläche häufig weiß bis silbrig, und in flachen Bereichen spiegeln sich die umliegenden Berge und Vulkane eindrucksvoll. Das Gebiet ist Teil des Los Flamencos Nationalreservats, was es zu einem wichtigen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten macht, darunter verschiedene Flamingo-Arten.
03 — Paso de Jama
Schließlich erreichen wir den Grenzübergang Paso de Jama – und unsere Nervosität steigt. Im Vorfeld haben wir so viele wilde Geschichten gehört, dass ein Grenzübertritt mit einem Mietwagen schnell zu einem unliebsamen Abenteuer werden kann – auch gestützt von der Tatsache, dass die meisten Mietwagen-Anbieter aktuell keinen Grenzübertritt mit ihren Fahrzeugen erlauben. Mit Sixt fühlen wir uns allerdings gut vorbereitet und haben alle Formalitäten und Papiere doppelt gecheckt.
Am Kontrollpunkt bekommen wir einen Papierstreifen in die Hand gedrückt, den wir im Folgenden „abarbeiten“ müssen. Wir parken unser Auto und durchlaufen in der Grenzstation gleich vier Schalter: von den Reisepässen bis zu den Mietverträgen, über die Versicherungspapiere bis zur Auslandskrankenversicherung werden alle Dokumente sehr sorgfältig geprüft und auf dem Kontrollstreifen abgestempelt. Am Ende ist alle Aufregung umsonst, denn schon zehn Minuten später finden wir uns auf der argentinischen Grenzseite wieder!
An der einzigen Tankstelle tanken wir randvoll und machen uns dann auf die Weiterfahrt nach Tilcara.
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04 — Ruta Nacional 52 in Argentinien
Kaum haben wir die Grenze passiert, verändert sich die Landschaft erneut. Während die chilenische Seite von Vulkanen und Lagunen geprägt ist, öffnet sich auf der argentinischen Seite eine riesige Hochlandebene – Teil der sogenannten Puna de Atacama. Hier wird die Ruta 27 zur Ruta Nacional 52 – kurz RN52.
Die Straße fällt langsam ab und zieht sich in langen Kurven durch eine scheinbar endlose Landschaft aus Salzflächen, Hügeln und weiten Ebenen. Autos begegnen uns nur selten; stattdessen sehen wir immer wieder Lamas, Alpakas oder Esel am Straßenrand. Allerdings verändert sich auch der Straßenzustand: Die RN52 ist übersät von großen Schlaglöchern, sodass höchste Aufmerksamkeit geboten ist.
Mit jedem Kilometer nimmt die Vegetation langsam zu. Aus der kargen Hochwüste wird nach und nach eine sanfte Andenlandschaft mit kleinen Dörfern und vereinzelten Feldern – ein deutlicher Kontrast zur extremen Trockenheit der Atacama.
05 — Salinas Grandes
Ein besonderes Highlight auf der argentinischen Seite sind die Salinas Grandes, die weiten Salzflächen nördlich von Jujuy. Die Ebene erstreckt sich über mehr als 200 Quadratkilometer und ist so flach, dass der Horizont wie eine scharfe Linie zwischen Erde und Himmel erscheint.
Besonders spektakulär sind die Salinas Grandes nach starkem Regen. Wenn die weiße Oberfläche überschwemmt ist, entsteht kurzzeitig wieder ein Salzsee – der Himmel samt Wolken spiegelt sich auf den dünnen Wasserfilmen. Das Panorama wirkt wie ein riesiger, endloser Spiegel. Ist es trocken, ist das Salz hart und weiß – ebenfalls beeindruckend.
Ob mit oder ohne Regenguss – die Landschaft ist völlig surreal. Keine Bäume, keine Gebäude, keine Straßen – nur weiß glitzerndes Salz unter der Sonne und der weite Himmel. Kleine Gruppen von Reisenden oder Jeeps erscheinen aus der Ferne wie winzige Spielzeugmodelle auf einer Miniaturwelt.
06 — Purmamarca
Kurz vor Ende dieser Panoramastraße erreichen wir Purmamarca, ein kleines Andendorf in der Provinz Jujuy. Niedrige, pastellfarbene Häuser, enge Gassen und bunte Marktstände verleihen Purmamarca seinen typischen Charme.
Der Cerro de los Siete Colores, der berühmte „Berg der Sieben Farben“, fällt sofort ins Auge. Seine farbigen Schichten aus Rot-, Gelb-, Grün- und Brauntönen wirken bei Sonnenschein besonders intensiv und verleihen der Landschaft einen beinahe surrealen Charakter.
Rund um den Berg laden kurze Wanderwege zu einem Spaziergang inmitten der farbenprächtigen Hänge ein. Im Dorf selbst lohnt ein Bummel über den kleinen Markt, auf dem lokale Handwerkskunst, Textilien und Salze aus den umliegenden Salzseen verkauft werden. In einem der Cafés legen wir eine Pause ein und beobachten das Treiben in den Straßen – ein perfekter Abschluss unserer Fahrt von der Atacama-Wüste bis in die nordargentinischen Anden.
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