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Curaçao – 7 Highlights, Sehenswürdigkeiten & Reise-Tipps

Curaçao – 7 Highlights zwischen Trauminsel und Touristenalbtraum

Curaçao / 2019

„Bon Bini“ – Willkommen in Curaçao! Die schöne Karibikinsel, 60 Kilometer vor der Küste Venezuelas, beeindruckt mit bunten Häusern, einem lebensfrohen Mix der Kulturen, artenreichen Korallenriffen und paradiesischen Stränden, die zum Relaxen, Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen einladen. Und diese Farben …!

Reisebericht Rundreise über Curacao mit Reisetipps und Highlights

Curaçao – Insel der Maximal-Farben

01 / Ein kontroverseses Reiseziel
Die schönen Seiten von Curaçao

Über kein anderes Ziel auf unseren Reisen sind wir uns so uneinig wie über Curaçao! Hat es uns gefallen? Können wir es weiterempfehlen? Schwer zu sagen, denn die Insel hat zwei Gesichter.

Auf unserer Rückreise von Ecuador haben wir einen 6-tätigen Stopp auf Curaçao eingelegt um herunterzukommen, ehe wir wieder in den Alltag eintauchen. Genau dazu ist die Kleine Antilleninsel, die streng genommen nicht mehr zur Karibik gehört, perfekt geeignet. Auf dem kleinen und landschaftlich sehr kargen Eiland findest du wirklich gar nichts außer Traumstrand neben Traumstrand, jeder einzelne mit glasklarem und knallblauem Wasser prämiert. Solch intensive Farben haben wir bisher noch nirgends gesehen! Karibisch bunt geht es auch in Willemstad zu – ganz besonders im coolen Stadtteil Pietermaai, in dem du viele hippe moderne Restaurants und Bars findest. Das alles in einem sehr angenehmen Klima: schön warm ohne hohe Luftfeuchtigkeit. Es wäre ein Traum!

Die weniger schöne Seite von Curaçao

Doch es gibt auch andere Seiten: Zum einen fehlt Curaçao der eigene Charakter! In Anbetracht seiner quirligen Geschichte von Spaniern und Portugiesen, einem regen Sklavenhandel, und holländischen Eroberern ist es kein Wunder, dass Curaçao ein großer Kulturmix geworden ist. Doch es ist gerade der überall sichtbare Einfluss der Niederlande, welcher der Insel ihren eigenen Charakter und Charme nimmt. Außerdem legen täglich riesige Kreuzfahrtschiffe im Zentrum an, die Hunderte Touristen in die Stadt und per Bus an die Strände spülen. Es gleicht einer Invasion! Diverse Geschäfte im Zentrum von Willemstad – von Hugo Boss, Hilfiger, Converse über diverse Juweliere bis zu Parfümerien – warten nur darauf, von den Tagestouristen leergekauft zu werden.

Jeder soll für sich entscheiden, ob diese Situation für ihn / sie akzeptabel ist. Wir haben die kleine Auszeit sicherlich genossen, uns aber gleichzeitig sehr an den genannten Punkten gestört. Man muss sich einfach im Klaren darüber sein: Curaçao bietet nichts, wirklich gar nichts außer ein paar Stränden – die allerdings sind Spitze!

Traumstrände mit glasklarem Wasser findet man auf einer Curacao Reise überall
Leguane sind typische Bewohner auf Curacao
Meeres-Schildkröten sind im klaren Wasser von Curacao leicht zu sehen

Willemstad – das touristische Zentrum

02 / Willemstad

Willemstad ist die Hauptstadt Curaçaos und zählt mit 150.000 Einwohnern zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die von vielen Fotos bekannte bunte Häuserfront erinnert uns stark an eine Miniaturausgabe von Amsterdam. Hier im Stadtteil Punda ist das Zentrum des Tourismus: Durch die vielen kleinen Gassen schlendern unzählige Tagestouristen, vorbei an Bekleidungsgeschäften diverser Marken, stehen vor den Schaufenstern der Juweliere, oder stärken sich in der Standard-Gastronomie bei Frikandel, Pommes, und Bitterballen.

Bunte Häuserfront von Willemstadt – das Wahrzeichen von Curacao
Pier in Willemstadt verbindet Punda und Otrabanda auf Curacao
Wandmalereien sind typisch auf Curacao

Um diesem Trubel zu entfliehen, überqueren wir die Sint Anna Bay (so heißt der Streifen Wasser, der die Stadtteile Punda und Otrabanda verbindet) über die Pontonbrücke „Koningin Emmabrug“. In Otrabanda geht es etwas ruhiger zu. Hier tummeln sich eher die kreolischen Einwohner auf der Straße und bringen mit der Musik, die vereinzelt aus den Läden schallt, zumindest etwas Karibik-Feeling auf. Uns lässt das Gefühl nicht los, dass die Sint Anna Bay diese beiden Welten voneinander trennen will.

Curacao ist so bunt wie seine Hausfassaden
Das karibisches Flair auf Curacao ist unverkennbar
Eine Bar in Willemstadt Curacao bietet Erfrischungen auf einer Rundreise
Domino ist ein beliebtes Spiel auf Curacao
Reggae-Einflüsse sind auch auf Curacao spürbar

Buntes, hippes Pietermaai

03 / Pietermaai

Ein völlig anderes Bild ergibt sich im Stadtteil Pietermaai, das nur 10 Gehminuten von Punda entfernt liegt. Die meisten der alten Häuser sind aufwändig restauriert worden, ihre pastelligen Fassaden bieten einen wunderschönen Kontrast zu dem dunkelblauen Himmel. Hier kommt schon deutlich mehr Karibikflair auf! Wie gut, dass wir uns für eine Unterkunft in Pietermaai entschieden haben. Für 6 Tage haben wir uns in einem urigen Apartment eingemietet, das eigentlich zum Boutique-Hotel "Pietermaai" gehört. Das zweigeschossige Zimmer bietet alles, was wir brauchen. Dabei brauchen wir nicht viel, denn unzählige coole Bars und Restaurants liegen nur einen Steinwurf entfernt.

Zum Beispiel ist das "Ginger", ein Restaurant mit karibisch-asiatischer-Crossover-Küche, ein guter Tipp! Hier im Hof eines Kolonialhauses haben uns das Tandoori Chicken oder würzige Shrimps so gut geschmeckt, dass wir gleich am nächsten Abend wieder eingekehrt sind. Für erfrischende Drinks und kleine Snacks haben wir das "Mundo Bizarro", eine Bar im kubanischen Stil, ins Herz geschlossen. Schade, dass wir so einen Laden nicht bei uns Zuhause haben …

Die bunten Straßen von Pietermaai entsprechen den Pastell-Farben von Curacao
Pietermaai Boutique Hotel auf Curacao
Curacao ist schon wegen seiner Farben eine Reise wert

Unsere Tipps zum Geld & Bezahlen

04 / Tipps

Die Preisspanne der Restaurants geht weit auseinander, es gibt für jedes Budget die passende Lokalität. Wobei wir uns schon gewundert haben, dass Curaçao generell nicht günstig ist. Die Preise liegen im Schnitt 20-30% über den Preisen, wie wir sie in Deutschland gewohnt sind.

Bezahle auf Curaçao immer mit der einheimischen Währung, dem Antillen-Gulden (NAF = Nederlandse Antillen Florin), die du an den zahlreichen Geldautomaten beziehen kannst. Es ist nämlich auch möglich, überall mit dem US-Dollar zu bezahlen – doch die Preise in USD sind deutlich teurer als in Gulden. Und: Das Zahlen per Kreditkarte geht nur in Dollar. Deshalb achte darauf, dass du am besten reichlich Bargeld hast. Keine Sorge, Kriminalität ist auf Curaçao kein großes Thema, wir haben uns jederzeit und überall sehr sicher gefühlt!

Wandmalerei in Pietermaai Curacao

Traumstrände an der Westküste

05 / Beachlife

Sanft wogende Palmen an endlosen Stränden, leicht beschallt von Reggae-Klängen, sucht man auf Curaçao vergebens. Trotzdem kann sich das halbe Dutzend Buchten sehen lassen. Sie alle liegen an der Westküste verstreut, mindestens 30 Autominuten von Willemstad entfernt. Ohne Mietwagen sind sie kaum zu erreichen, zumal die öffentlichen Busse diese Strände gar nicht ansteuern. An diesen Stränden ist der Sand meistens sehr fein, beim Einstieg ins Meer musst du allerdings mit ein paar Steinen rechnen. Schattenplätze am Strand gibt es nur wenige. Dafür sind fast alle Strände mit einer Strandbar, Liegen, Tauchschule, Duschen und Toiletten ausgestattet. Leider sind die meisten Strände nicht kostenlos, der Eintritt bewegt sich im Durchschnitt bei umgerechnet ca. 5 Euro, zzgl. Miete für Sonnenliegen.

Bei allen anderen Stränden auf Curaçao handelt es sich größtenteils um felsig-kieselstein-durchsetzte Naturstrände.

Traumstrand auf Curacao

Lieblings-Strand Platz 3:
Playa Porto Mari

06 / Playa Porto Mari

Ein kleiner Sandstrand auf dem Privatgrundstück der “Porto Mari” Plantage. Das vorliegende Doppel-Riff ist leicht vom Strand aus erreichbar und bietet besten Schnorchel- und Tauchspaß. Das Wasser ist sehr klar, allerdings gibt es hier einige Steine und Korallen im Wasser. Liegen und Schattenplätze sind ebenso vorhanden wie eine Bar, eine Tauchschule sowie Sanitäranlagen.

Playa Porto Mari auf Curacao

Lieblings-Strand Platz 2:
Playa Cas Abao

07 / Playa Cas Abao

Diese Bucht liegt ca. 10 Autominuten von der Hauptstraße entfernt, die nach Norden führt. Cas Abao bietet einen weißen Sandstrand und kristallklares Wasser. Viele Palmen und Palapas bieten genügend Schatten vor der heißen, karibischen Sonne. Verständlicherweise ist dieser Strand sehr gut besucht, hier einen guten Platz zu ergattern ist nicht leicht. Uns ist er viel zu trubelig – dabei ist er wirklich wunderschön!

Playa Cas Abao ist ein weiterer Traumstrand auf Curacao
Selbst auf Schildern findet sich der Spirit von Curacao wieder

Lieblings-Strand Platz 1:
Grote Knip / Kenepa Grandi

08 / Grote Knip / Kenepa Grandi

Was für ein Wasser, was für Farben! Allein der Blick vom Klippenrand auf das ruhige, türkisfarbene Wasser und den langen, breiten Sandstrand sind den weiten Weg bis knapp unter die Nordspitze Curaçaos wert. Der öffentliche (und damit kostenlose!) Strand eignet sich dank des vorgelagerten Riffs hervorragend zum Schnorcheln, ganz besonders aber eignet er sich einfach zum Baden – es gibt kaum Steine im Wasser. Auch wenn der Strand gut frequentiert ist, verteilen sich die Besucher ziemlich gut. Dank der Bäume gibt es reichlich Schattenplätze.

Platz 1 unter den Traumstränden auf Curacao: Grote Knip / Kenepa Grandi

Die Nordküste und der Shete Boka Nationalpark

09 / Shete Boka Nationalpark

Die raue Nord- und Ostküste ist sehr wild und absolut nicht zum Baden geeignet. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die tosenden Wellen, die sich an der felsigen Küste brechen. Am besten geht das im Shete Boka Nationalpark im Nordosten von Curaçao. Es ist leider der einzige Zugang zu der spektakulären Küste, weshalb wir den wirklich sehr üppigen Eintrittspreis von ca. 18 Euro (für zwei Personen inklusive Auto) mürrisch berappen. Die kurzen Wege führen zu vier bis fünf Spots, an denen wir jedes Mal Zeuge von Naturgewalten werden.

An der Boka Pistol werden eintreffende Wellen durch einen schmalen Spalt mit solch einer Wucht wieder herauskatalpultiert, dass es wie ein Kanonenschlag klingt. Die Gischt, die dabei entsteht, ist oft haushoch!

Boka Pistol an der Küste von Curacao

Besonders gefällt uns der Farbmix zwischen dem dunkelblauem bis türkisfarbenem Meer, das sich an den braune-beigen Felsen bricht, während die weiße Gischt vor dem blauen Himmel in die Höhe spritzt.

Darüber hinaus gibt es – abgesehen von einer kleinen Steinbrücke – nicht wirklich viel zu sehen. Dieser Nationalpark beschreibt Curaçao perfekt: Tolle, kraftvolle Farben und grandioses Wasser treffen auf karge Landschaften und langweilige Einöde – zu einem relativ hohen Preis.

Shete Boka Nationalpark auf Curacao

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© 2019 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer