Death Valley Nationalpark:
Reisebericht mit allen Highlights & Insider-Tipps zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Du planst einen Besuch im Death Valley Nationalpark in Kalifornien? Unser Reisebericht mit Insider-Tipps führt dich zu allen Highlights und den besten Sehenswürdigkeiten in diesem einmaligen Naturparadies. Es ist der tiefste Punkt Nordamerikas, und gleichzeitig auch der heißeste: Das Death Valley liegt 86 Meter unterhalb des Meeresspiegels, wartet mit bis zu 56 Grad Celsius auf seine Besucher, und bietet eine bizarre, einmalige Landschaft. Hier erfährst du alles Wissenswerte über den Nationalpark!
Lage
US Bundesstaat
Kalifornien
Anzahl Besuche
4x
Reisejahre
2003
2014
2016
2022
Letztes Update
07.2022
Kurz & knackig — Unsere Meinung
„Das Death Valley fasziniert mit einer extremen Stille, den surrealen Salzebenen, den leuchtenden Farben – und dem Gefühl, an einem der unwirtlichsten, aber beeindruckendsten Orte der Erde zu stehen.“
Inhaltsverzeichnis
01 — Intro
Willkommen am tiefsten und heißesten Punkt Nordamerikas –
entdecke den Death Valley Nationalpark
Der Death Valley National Park liegt im Osten von Kalifornien, direkt an der Grenze zu Nevada. Es ist nicht nur der heißeste Ort der USA, wenn im Sommer Spitzentemperaturen von knapp 50° Celsius keine Seltenheit sind. Gleichzeitig ist es auch der trockenste und mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel am tiefsten gelegene Ort der Vereinigten Staaten. Umso wichtiger ist, dass du für deinen Besuch genügend Trinkwasser dabei hast und dein Auto ausreichend Benzin im Tank hat. Denn es gibt weit und breit keine Tankstelle! Was das Death Valley so besonders macht? Das „Tal des Todes“ beeindruckt durch seine spektakuläre und erstaunlich farbenfrohe Wüstenlandschaft. Und die solltest du dir unbedingt anschauen!
02 — Anfahrt & Lage
Anfahrt zum Death Valley Nationalpark
Der Death Valley Nationalpark liegt sehr abgeschieden, weshalb ein extra geplanter Ausflug mit Hin- und Rückweg von irgendeiner Basis aus nicht sinnvoll ist. Optimalerweise sollte das Death Valley ein Baustein innerhalb deiner Reiseroute sein, zum Beispiel auf einer Route von Las Vegas nach Los Angeles, oder von Las Vegas zum Yosemite Nationalpark.
Von Los Angeles sind es ca. 400 Kilometer Anfahrt (Zufahrt über Highway 127 / Baker) und von Las Vegas ca. 200 Kilometer (Zufahrt über Highway 95 / Death Valley Junction). Im Sommer ist auch die Zufahrt vom Yosemite National Park aus möglich (Highway 395), sobald der Schnee auf der Tioga Road geräumt ist. Geografisch ist das Death Valley stolze 200 km lang!
03 — Highlights
Die Highlights & Sehenswürdigkeiten im Death Valley Nationalpark
Diese Auswahl der wichtigsten Sehenswürdigkeiten erwarten dich im Death Valley Nationalpark:
Badwater Basin
Die wichtigste Sehenswürdigkeit im Death Valley ist das Badwater Basin, dem tiefsten Punkt Nordamerikas. Hier hat die Sonne eine unfassbare Kraft, das Thermometer misst im Schnitt 45 Grad Celsius (der Weltrekord soll knapp 57 Grad betragen!). Trotz der Hitze wage ein paar Schritte hinaus in die Salzwüste, es ist ein Überbleibsel eines vorzeitlichen Sees und heute eine weitläufige Salzpfanne. Die immensen Salzflächen mit ihren salzigen Wasserpfützen sind sehr beeindruckend!
Zabrieskie Point
Um einen guten Überblick über die Dimension des Death Valley zu bekommen, gibt es zwei geeignete Aussichtspunkte. Der Zabriskie Point liegt direkt am Highway 190, der südöstlichen Zufahrtsstraße. Diese Badlands sind eine bizarre hügelige Erosionslandschaft mit gold schimmernden, wellenförmigen Felsen. Perfekt geeignet für ein schönes Panorama-Foto vom Death Valley!
Dante's View
Einen weitesten Ausblick auf das „Tal des Todes“ bekommst du vom Dante’s View. Dessen Zufahrt geht ein kurzes Stück vor Zabriskie Point ab. Von einer Höhe von knapp 1.700 Metern kannst du das Badwater Basin sehen. Die Anfahrt über diese Stichstraße ist sehr zeitaufwändig – besonders das letzte, kurvige Stück ist anstrengend.
Artist’s Palette
Fast gegenüber der Zufahrt zum Badwater Basins geht eine Seitenstraße zur „Artist’s Palette“ ab. Es ist eine etwa 15 Kilometer lange Panoramastraße, die dich zu einer bunten Felslandschaft führt. Die wunderschönen Farben des Sedimentgesteins erstrahlt in rosa- und lavendelfarbenen, goldenen und grünen Schattierungen. Am intensivsten sind die Farben am Nachmittag, wenn die Sonne nicht mehr ganz so kraftvoll scheint.
Devil’s Golf Course
Ein kleines Stück nördlich vom Badwater Basin liegt eine weitere Salztonebene, die durch Wind und Regen zu zackigen Spitzen erodiert ist. Dieser unglaubliche Wellenschliff gab ihm den Namen, denn „nur der Teufel könnte auf so einem holprigen Platz Golf spielen“.
Mesquite Flat Sand Dunes
Am nördlichen Ende des Death Valley befindet sich ein großes Gebiet aus Sanddünen in verschiedensten Farben und Variationen. Die ca. 5 km lange Wanderung zur größten Düne lohnt sich – aufgrund der extremen Hitze ist allerdings ausreichend Sonnenschutz und Trinkwasser unbedingt nötig! Die besten Besuchszeiten sind kurz vor Sonnenaufgang und um den Sonnenuntergang, denn dann bietet sich Ihnen ein unglaubliches Licht- und Farbenspiel.
Zeit einplanen
1/2 Tag
Öffnungszeiten
Der Death Valley National Park ist ganzjährig geöffnet, ohne zeitliche Einschränkungen.
Eintrittspreise
Der erworbene Pass ist 7 Tage gültig:
– Private Fahrzeuge: 30 US$
– Motorrad: 25 US$
– Fußgänger & Fahrrad: 15 US$
Übernachten
Übernachtungen sind eher unüblich. Dennoch: Luxushotel „Inn at Death Valley“, sowie diverse kleine Unterkünfte in Stovepipe Wells. Der Furnace Creek Campground ist der einzige Campingplatz, der auch im Sommer geöffnet hat (18 Stellplätze, Full-Hook-Up). Alternativ Mesquite Spring Campground bei Scotty’s Castle.
04 — Der perfekte Plan
Unsere Ausflugs-Tipps:
Death Valley Nationalpark an einem 1/2 Tag
Aufgrund der Abgeschiedenheit und weiten Anfahrt musst du für das Death Valley mindestens einen halben Tag kalkulieren. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind Badwater Basin, Zabrieskie Point und ein kurzer Blick auf die Mesquite Flat Sand Dunes. Vielleicht bleibt sogar noch Zeit, einen Abstecher zur Artist’s Palette einzuplanen.
Unsere Ausflugs-Tipps:
Death Valley Nationalpark an einem ganzen Tag
Deutlich entspannter läuft der Besuch im Death Valley ab, wenn du einen kompletten Tag einplanst. In diesem Fall solltest du alle sechs genannten Highlights besuchen. Eventuell bleibt noch Zeit für einen Ausflug zu Scotty’s Castle, einem kleinen Schloss des Millionärs Albert Mussey Johnson.
Nationalpark Jahrespass „America the Beautiful”
– Kosten & Gültigkeit (Update 2026)
Du planst auf deiner USA-Reise den Besuch von mehreren Nationalparks? Dann lohnt sich unter Umständen der Nationalpark-Jahrespass, der „America the Beautiful – National Parks & Federal Recreational Lands Annual Pass“.
Was ist der „America the Beautiful Pass”?
Der „America the Beautiful Pass” ist der offizielle Jahres-Nationalpark-Pass der USA, der dir für 12 Monate ab Kaufdatum freien oder stark vergünstigten Eintritt zu mehr als 2.000 bundesstaatlich geschützten Erholungsgebieten ermöglicht – darunter Nationalparks, National Monuments, National Forests, National Wildlife Refuges, BLM-Lands und andere Erholungsgebiete, die Eintritts- oder Tagesnutzungs-Gebühren erheben.
Was kostet der „America the Beautiful Pass”?
Für US-Bürger & Personen mit legalem Wohnsitz in den USA kostet der Pass 80 US-Dollar pro Jahr. Für internationale Besucher (Non-US-Residents) kostete der Pass bis Ende 2025 ebenfalls nur 80 US-Dollar pro Jahr, was für internationale Touristen eine sehr günstige Lösung darstellte. Ab dem 01. Januar 2026 wurde dieser Preis auf 250 US-Dollar pro Jahr angehoben. Der Jahrespass ist für 12 Monate ab dem Kaufdatum gültig.
Wann lohnt sich der „America the Beautiful Pass”?
Der Eintritt in einen Nationalpark der USA variiert je nach Park zwischen 20 bis 35 US-Dollar und gilt pro Fahrzeug mit all seinen Insassen. Wenn du auf deiner USA-Reise den Besuch mehrerer Nationalparks planst, oder du sogar mehrfach pro Jahr in die USA reist, empfehlen wir den Kauf eines Nationalpark-Jahrespasses. Mit dem Pass kannst du deutlich Geld sparen, verglichen mit einzelnen Park-Eintrittspreisen.
Wichtig zu wissen:
Der Jahrespass deckt ausschließlich den regulären Parkeintritt ab. In stark besuchten Parks können zusätzlich Reservierungen oder spezielle Permits erforderlich sein – zum Beispiel für zeitlich begrenzte Einfahrten oder bestimmte Wanderungen wie Angels Landing im Zion Nationalpark. Diese Zusatzgebühren gelten für alle Besucher gleichermaßen und sind nicht im „America the Beautiful Pass“ enthalten. Nähere Informationen zu solchen Sonderregelungen findest du entweder auf der Website des Nationalparks oder oder direkt an den Eingangsschaltern des Parks. Dort werden aktuelle Hinweise zu Reservierungen, Permits und eventuellen Einschränkungen veröffentlicht, sodass du deine Planung entsprechend anpassen kannst.
Weitergabe und Nutzung des Passes
Der Annual Pass ist nicht übertragbar, nicht erstattbar und kann bei Verlust nicht ersetzt werden – laut offiziellen Richtlinien des National Park Service. Du musst ihn mit gültigem Lichtbildausweis verwenden.
Wo kann ich den „America the Beautiful Pass” kaufen?
Kaufen kannst du diesen Pass entweder direkt am Eingang eines jeden Nationalparks in den USA – oder online auf der offiziellen Website des National Park Service.