Arizona Reisebericht:
19 Highlights, Tipps & Sehenswürdigkeiten für die perfekte Rundreise
Du planst eine Reise nach Arizona? Dort erwarten dich faszinierende Landschaften mit dramatischen Canyons, blühenden Kakteen, alte Siedlungen der Ureinwohner und unendliche Weiten. Der Staat im Südwesten der USA vereinigt Natur mit kultureller Vielfalt, und Sonnenhungrige sowie Wanderer kommen in Arizona voll auf ihre Kosten. Wir haben die Highlights und besten Sehenswürdigkeiten von Arizona in diesem Reisebericht für dich zusammengefasst, die du auf keinen Fall verpassen solltest.
Lage & Route
US Bundesstaat
Arizona
Anzahl Besuche
6x
Reisejahre
2003
2012
2014
2021
2022
2025
Letztes Update
08.2025
Kurz & knackig — Unsere Meinung
„Dramatische Canyons, blühende Kakteen, und unendliche Weiten – das ist der Charakter Arizonas. Ein einziges großes Outdoor-Abenteuer.“
Inhaltsverzeichnis
- Intro
- Hackberry General Store
- Grand Canyon NP
- Page & Lake Mead
- Antelope Canyon
- Flagstaff
- Sunset Crater Volcano
- Wupatki NM
- Grand / Chocolate Falls
- Meteor Crater
- Petrified Forest NP
- Canyon de Chelly
- Monument Valley
- Sedona
- Montezuma Castle
- Phoenix & Scottsdale
- Sagurao Nationalpark
- Tombstone
- Lake Havasu
- KARTE & ROUTE
- FRAGEN & KOMMENTARE
01 — Intro
Verzaubernde Wüstenlandschaften und dramatische Canyons – Willkommen in Arizona
Arizona ist der Bundesstaat mit den schönsten Wüsten-Panoramen der USA. Die verzaubernden Landschaften mit ihren schroffen, roten Felsen, die üppigen Bergwälder mit ihren versteckten Seen oder die meterhohen Kakteen und spirituellen Wüstenstädte sind die Markenbilder von Arizona. Trotz der hohen Durchschnittstemperaturen und 300 Tagen Sonne im Jahr eignet sich Arizona hervorragend für Wanderungen, Radtouren und andere Outdoor-Abenteuer. Die weltweit bekanntesten Highlights von Arizona sind der Grand Canyon Nationalpark, der Saguaro Nationalpark und die Hauptstadt Phoenix. Doch Arizona hat noch weit mehr zu bieten, wie du hier erfahren wirst.
Eine perfekte Rundreise-Route durch Arizona zusammenzustellen, auf der du gleich alle unserer hier vorgestellten Highlights miteinander kombinieren kannst, ist nicht ganz einfach. Die Sehenswürdigkeiten sind weit im Bundesstaat verstreut und reihen sich nicht wie eine Perlenkette auf. Deshalb lässt sich Arizona optimalerweise mit Reisen nach Kalifornien oder New Mexico, und ganz besonders nach Utah verbinden. Auf diese Weise bekommst du eine vernünftige Reiseroute kombiniert, ohne denselben Weg wieder zurückfahren zu müssen, den du gekommen bist.
Wir stellen die Highlights von Arizona von Norden nach Süden vor und zeigen unten in der Karte eine mögliche Route, die du mit Reisen durch andere Bundesstaaten verknüpfen und beliebig variieren kannst.
02 — Hackberry General Store
Das große Route 66 Museum in Arizona: Hackberry General Store
Die Route 66 ist die berühmteste Straße der USA. Mit ihr verbindet heut noch jeder Mensch maximale Freiheit auf dem Weg gen Westen. Wenn du diese Zeit ein Stück weit Revue passieren lassen willst, geht das am besten auf dem Teilstück von Kingman nach Seligman in Arizona. Rund 45 Kilometer vor Kingman befindet sich der „Hackberry General Store“. Die ehemalige Tankstelle von Hackberry ist heute ein Museum, das hunderte von Andenken aus der Hochzeit der Route 66 beherbergt. Zwar wird hier kein Benzin mehr verkauft, aber die alten Zapfsäulen und Schilder stehen heute immer noch dort, genau wie auch die alte Greyhound-Bushaltestelle. Überall auf dem Gelände und auch im Store sind alte Erinnerungsstücke zu finden, Schilder und dutzende Autos. Unter ihnen ein „Ford T Abschleppwagen“ und ein alter Polizeiwagen.
03 — Grand Canyon
Der größte Canyon der Welt und das Highlight von Arizona: Grand Canyon Nationalpark
Der Grand Canyon ist der größte Canyon der Welt. Die 2.000 Meter tiefe und 400 Kilometer lange Schlucht ist ein unbeschreibliches Werk der Natur, das du auf deiner Arizona-Reise auf gar keinen Fall verpassen darfst. Der Grand Canyon teilt sich im Wesentlichen in zwei Gebiete auf: Der South Rim ist der am meisten besuchte Bereich und bietet die besten Aussichtspunkte und Wanderwege. Am weiter abgelegenen North Rim geht es deutlich ruhiger zu, wo du zwar weniger, aber nicht minder spektakuläre Ausblicke in den Canyon bekommst. Dabei ist der North Rim nochmal ein anderes Erlebnis!
Alle ausführlichen Details zum Grand Canyon findest du in unserem Reisebericht Grand Canyon Nationalpark.
04 — Page & Lake Mead
Einer der schönsten Abenteuer-Orte in Arizona: Page & Lake Mead
Das kleine Städtchen Page in der Wüste von Arizona hat sich zu einem unserer Lieblingsorte in den USA entwickelt. Hier leben gerade einmal 7.500 Menschen, und es gibt nur eine Handvoll Restaurants und Bars. Es ist die umliegende Natur, die Page so attraktiv machen.
Da wäre zunächst einmal der Lake Powell: Wer will, kann sich auf dem Lake Powell ein Boot mieten und ein bisschen über den Stausee fahren. Auf jeden Fall aber lohnt eine Besichtigung des 210 Meter hohen Glen Canyon Dams, der den Colorado River aufstaut. Die Glen Canyon National Recreation Area, wie das Gebiet rund um den Lake Powell heißt, hat den Tourismus auf jeden Fall zu einer immer wichtigeren Einnahmequelle werden lassen.
Auf keinen Fall solltest den Horseshoe Bend verpassen: Ein kurzer Trail führt hier zu einer Felskante, von der aus du einen atemberaubenden Blick auf die 180-Grad-Biegung des Colorado River hast. Ein grandioses Foto-Motiv!
Jedes Jahr im Herbst findet in Page die „Page Lake Powell Balloon Regatta“ statt: Dutzende farbige Heißluftballons starten zu einer bunten Regatta über die Wüste. Abends findet im Zentrum von Page das Balloon Glowing statt, umringt von Marktständen mit Live-Musik und leckerem Essen.
Übrigens: Page lässt sich perfekt in die Route von oder zum Grand Canyon Nationalpark einbauen, falls du weiter zum North Rim oder zum Bryce Canyon oder Zion Nationalpark weiterreisen möchtest.
05 — Antelope Canyon
Die berühmtesten Slot-Canyons bei Page in Arizona: Antelope Canyon
Wasser und Wind haben über Jahrmillionen eine tiefe und schmale Schlucht in den roten Sandstein geschliffen, die zu einer weltbekannten Sehenswürdigkeit in Arizona geworden ist: Der Antelope Canyon führt dich in eine andere Welt aus bizarr geformten, sanft geschwungenen Sandsteinformationen. Wenn du in der Nähe von Page in Arizona bist, lasse dir diese Sehenswürdigkeit nicht entgehen! Alle detaillierten Information über den Upper und den Lower Antelope Canyon sowie Tour-Tipps haben wir in dem unten stehenden Bericht über den Antelope Canyon zusammengefasst!
06 — Flagstaff
Mehr als nur das Tor zum Grand Canyon: Flagstaff
Flagstaff liegt nicht nur direkt an der legendären Route 66, sondern liegt mit nur rund 100 Kilometern Entfernung auch günstig für Ausflüge in den größten und schönsten Nationalparks von Arizona – deshalb wird Flagstaff auch als das „Tor zum Grand Canyon“ bezeichnet. Bevor du Flagstaff nur als Durchreiseziel einplanst, sollte dir bewusst sein, dass Flagstaff einiges zu bieten hat.
Das historische Stadtzentrum erinnert auch heute noch an die glorreiche Zeit der Route 66. Viele alte Gebäude lassen den Charme von damals weiterleben. Hier findest du einige schöne Geschäfte und vor allem zahlreiche Restaurants, Bars, Galerien und Craft Beer Brauereien. Auch die Main Street von Flagstaff mit all ihren Schildern, alten Motels und klassischen Dinern ist für Fans der Route 66 ein Muss.
Östlich von Flagstaff gibt es gleich vier lohnenswerte Ausflugsziele, die nur einen Steinwurf von Flagstaff entfernt sind und die wir in den nächsten Abschnitten vorstellen: Sunset Crater National Monument, Wupatki National Monument, die Grand Falls sowie den Meteor Crater Natural Landmark.
Dramatische Canyons, blühende Kakteen, und unendliche Weiten – das ist der Charakter Arizonas.
Arizona, sechstgrößter Staat der USA – 295.254 km²
07 — Sunset Crater Volcano National Monument
Wandern an den schönsten Vulkanen von Arizona: Sunset Crater Volcano
Mit seinen 900 Jahren Alter ist der Sunset Crater der jüngste Vulkankrater auf dem Colorado Plateau. Seine perfekte Form macht ihn zu einem Bilderbuch-Vulkan, und die schwarze Lava bietet einen tollen Kontrast zu den umliegenden grünen Pinienwäldern. Zwar ist der Aufstieg zum Kraterrand verboten, innerhalb der Lavaströme befinden sich aber einige Lavaröhren, von denen manche begehbar sind. Tipp: Der ca. 3 km lange Lenox Crater Trail führt rund um den Lenox Crater und bietet spektakuläre Panoramen über die Lavafelder, die San Francisco Mountains, und ganz besonders auf den Sunset Crater.
Um etwas dichter an den Sunset Crater heranzukommen, empfehlen wir den 1,6 km kurzen Lava Flow Trail. Dieser beginnt an dem Parkplatz zu Füßen des Sunset Crater.
08 — Wupatki National Monument
900 Jahre alte Ruinen der Anasazi-Kultur:
Wupatki National Monument
Wenn du den Sunset Crater besuchen möchtest, lässt sich dieser perfekt mit dem Wupatki National Monument verbinden. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von fast 2.600 prähistorischen Fundstellen, von denen zwei Highlights die Ruinen von Pueblos der Anasazi-Kultur sind. Die Wupatki-Ruine war im 12. Jahrhundert das größte bekannte Bauwerk auf dem nordamerikanischen Kontinent. Es befindet sich direkt hinter dem Visitor Center und lässt sich auf einem Spaziergang erkunden. Die zweite Ruine, das Wukoki Pueblo, befindet sich am Ende einer Stichstraße, die kurz vor dem Visitor Center nach Norden abzweigt.
09 — Grand Falls
Wo in Arizona Schokolade über die Felsen läuft: Grand Falls / Chocolate Falls
Wenn ihm Frühjahr der Schnee schmilzt und vom Little Colorado abtransportiert wird, stürzt rund 50 Kilometer nordöstlich von Flagstaff das Wasser über die Grand Falls hinab. Das Spektakuläre daran: Der Little Colorado steckt voller Sedimente und verwandelt damit den Fluss in eine ockerfarbene Brühe, die an den Grand Falls über viele Terrassen und Stufen nach unten platscht. Dieses Schauspiel verleiht dem Wasserfall auch den Namen Chocolate Falls, denn es sieht tatsächlich so aus, als laufe Schokolade die Felsen hinunter.
Beste Reisezeit: Um die Chocolate Falls in aller Schönheit zu sehen, sind die Monate März und April die optimale Reisezeit. Nur in diesen Monaten führt der Little Colorado ausreichend Schmelzwasser, sodass die Wasserfälle richtig wirken (wir waren Mitte April schon zu spät, der Fluss transportierte bereits zu wenig Wasser). Eine weitere Möglichkeit ist im späten Herbst nach Starkregen. Eine Faustregel besagt, dass mindestens 200 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fallen müssen, damit das Wasser wie „flüssige Schokolade“ wirkt.
Tipps zur Anfahrt: Die Anfahrt zu den Grand Falls ist etwas abenteuerlich und nicht so einfach zu bewerkstelligen. Zum einen zeigt Google Maps nicht die korrekte Route an bzw. zeigt einen 35 km langen Umweg über Leupp an! Zum anderen führen die letzten 16 Kilometer durch das Gebiet der Navajo über eine unbefestigte Schotterpiste mit teils heftigen Querrillen (Waschbrett-Piste) und Schlaglöchern. Wir empfehlen unbedingt, diesen Weg nur mit einem SUV zu bewerkstelligen!
So kommst du zu den Chocolate Falls: Fahre die Interstate 4 für ca. 25 km östlich nach Winona (Exit 211). Nach rund 3 km auf der Townsend Winona Road (394) biege rechts auf die Leupp Road ab. Folge der Straße für etwa 22 Kilometer, bis hinter einer langen Rechtskurve die Indian Road 70 abzweigt. Hier beginnt die besagte Schotterpiste, welcher du für rund 16 km folgst, bis du dein Ziel erreichst.
10 — Meteor Crater National Landmark
Meteoriten-Einschlag in Arizona: Meteor Crater National Landmark
Ein weiteres Naturspektakel liegt 70 km östlich von Flagstaff, direkt an der Interstate 4. Der Meteor Crater – oder auch Barringer Crater genannt – entstand vor über 50.000 Jahren durch den Einschlag des Meteoriten Canyon Diablo. Dieser 45 Meter breite Felsbrocken hat einen rund einen Kilometer breiten und 180 Meter tiefen Krater geschaffen. Übrig geblieben von dem fremden Gestein ist nur ein kleiner Brocken von 50 Zentimetern. Der Rest hat sich als Krümel in der Gegend verteilt.
Der Eintritt ist mit $24 pro Person extrem überteuert und schon grenzwertig. Im Visitor Center erfährst du alles rund um seine Entstehung, außerdem erwartet dich ein großes Kino und ein Souvenir-Shop. Das Highlight ist natürlich der Blick in den Krater – dieser ist zweifelsohne atemberaubend und die Dimension ergreifend.
11 — Petrified Forest
Versteinerter Urwald in Arizona: Petrified Forest Nationalpark
Der Petrified Forest National Park ist ein vergleichsweise kleiner Park bei Holbrook in Arizona. Bekannt ist er für die weltweit größte Konzentration von versteinertem Holz sowie die sensationellen Ausblicke auf die Painted Desert. Hier ist das Hauptziel der Black Forest, der im Vergleich zu anderen Orten über große Mengen an versteinertem Holz verfügt. Ebenso beeindruckend sind die umfangreichen fossilen Ablagerungen, darunter die Dinosaurier und die Reste der prähistorischen Anasazi.
12 — Canyon de Chelly
Auf den Spuren der Navajo-Indianer: Canyon de Chelly National Monument
Das Canyon de Chelly National Monument liegt etwa 1 Autostunde nordöstlich der Painted Desert, direkt an der Staatsgrenze zu New Mexico. Canyon de Chelly garantiert ein spektakuläres Panorama und faszinierende Einblicke in die traditionelle Lebensweise der amerikanischen Ureinwohner.
Der dramatische Sandstein-Canyon liegt auf dem Reservatsgelände der Navajo Nation und beherbergt neben jahrhundertealten Felsbildern und Behausungen der frühen Pueblo-Kultur auch Lagerplätze und Felszeichnungen von Stämmen, die bereits vor Jahrtausenden im Canyon lebten.
NEWS — Breuers® Weltkarten
Setze deine Reisen richtig schön in Szene –
mit unseren personalisierten Welt- & Landkarten zum Pinnen und Planen!
Wir bei Breuer's geben deinen Reise-Erinnerungen ein Zuhause: In unserer kleinen Weltkarten-Manufaktur entstehen in 100% Handarbeit Weltkarten, USA Travel Maps sowie Europa- und Landkarten – als Pinn-Leinwände, Poster oder Magnet-Boards. Das moderne, schlichte Design setzt den Fokus auf die farblich passenden Pins, mit denen du all deine Reise-Abenteuer dokumentieren kannst. Nachhaltig produziert und hochwertig verarbeitet. Entwickelt von Reisenden – für Reisende.
Perfekt geeignet zum Pinnen und Markieren deiner Reiseziele
Erinnere dich an deine schönsten Reise-Abenteuer und plane neue Ziele: Mit unserer robusten, hochwertigen Pinn-Leinwand kannst du alle Orte, die du besucht hast oder noch besuchen möchtest, mit verschiedenfarbigen Pins markieren.
Vielfältig konfigurierbar: Mache die Welt, wie sie dir gefällt!
27 Farben, 7 Formate, 4 Personalisierungen, 2 Rahmentiefen – und ein einzigartiges Design. Du hast zahlreiche Möglichkeiten, dir deine ganz persönliche Weltkarte zu konfigurieren.
Mache die Karte zum Unikat – mit einer kostenlosen Personalisierung!
Um der Weltkarte eine persönliche Note zu verleihen, bieten wir vier verschiedene Personalisierungen an. So machst du irgendeine Karte zu deiner Karte.
13 — Monument Valley
Das bekannteste Wahrzeichen des „Wilden Westens“: Monument Valley
Direkt auf der Staatsgrenze von Utah und Arizona liegt das wahrscheinlich bekannteste und berühmteste Motiv des „Wilden Westens“: das Monument Valley. Die roten Tafel- und Restberge, die von einer leeren, sandigen Wüste umgeben sind, finden sich als Kulisse in unzähligen Western oder auf Postern wieder. Das Monument Valley wird von der Navajo Nation verwaltet, es ist für sie ein heiliger Ort. Alle detaillierten Information über das Monument Valley haben wir in dem unten stehenden Bericht zusammengestellt.
14 — Sedona
Das Juwel von Arizona:
Sedona und die roten Felsen des Red Rock Country
Der vermutlich am meisten unterschätzte Ort in Arizona ist Sedona im Red Rock Country. Die lebendige Kleinstadt liegt an der südlichen Abbruchkante des Colorado Plateaus, eingebettet in eine großartige Kulisse mit markanten Tafelbergen, grünen Wäldern und riesigen, rostbraunen Sandsteinfelsen. Mittlerweile tummeln sich im Ortskern massenhaft Touristen, und das ist nicht verwunderlich. Denn Sedona und das Red Rock Country bieten mehr als 500 Wanderwege in einer atemberaubenden Naturkulisse. Die Klassiker wie Devil's Bridge, Crescent Moon Ranch oder Sugarloaf Mountain sind in jedem Reiseführer beschrieben, es würde den Rahmen sprengen, sie hier alle aufzuzählen. Außerdem ist Sedona für das Spirituelle und auch heute noch ein Zentrum der New Age Bewegung. Besonders rund um Bell Rock, Airport Mesa, Cathedral Rock und dem Boynton Canyon gibt es zahlreiche Vortex-Punkte.
15 — Montezuma Castle
Montezuma Castle – Ein faszinierender Abstecher in die Vergangenheit der Sinagua
Nur eine knappe halbe Stunde südlich von Sedona liegt ein kleiner Schatz der amerikanischen Geschichte: das Montezuma Castle. Eingebettet in eine steile Felswand thront dort ein uraltes Pueblo der Sinagua – ein fünfstöckiger Bau mit rund 20 Räumen, der vor über 900 Jahren entstanden ist. Auch wenn man das Castle heute nicht mehr betreten darf, beeindruckt allein der Anblick dieses meisterhaft in den Fels gebauten Wohnhauses. Der kurze, gut angelegte Rundweg führt durch schattige Bäume und bietet tolle Blicke auf das Castle und den angrenzenden Beaver Creek. Perfekt für einen kurzen Zwischenstopp voller Geschichte und Staunen.
Der Eintritt kostet aktuell 10 USD pro Person (Kinder unter 16 Jahren sind frei) und berechtigt auch zum Besuch des nahegelegenen Tuzigoot National Monuments – ein schöner Bonus für alle, die mehr über die Kultur der Ureinwohner erfahren möchten.
16 — Phoenix & Scottsdale
Perfekter Ausgangspunkt für Outdoor-Abenteuer in der Sonora-Wüste: Phoenix und Scottsdale
Phoenix im Zentrum der Sonora-Wüste ist die Hauptstadt von Arizona. Im Sommer herrschen hier Temperaturen von über 40 Grad Celsius, und selbst die Winter sind mit etwa 18 Grad angenehm mild. Das gesamte Tal mit dem schönen Namen „Valley of the Sun“, über das sich die Metropolregion Phoenix erstreckt, zählt 4 Mio. Einwohner. Dazu zählen über 20 kleine und größere Städte in der Umgebung, die allesamt eine hohe Lebensqualität mit tollen Möglichkeiten zum Wohnen und Einkaufen sowie reichlich Natur bieten. Vor allem Scottsdale, das östlich von Downtown liegt, sticht dabei positiv heraus und bietet sich als Zwischenstopp auf einer Arizona-Reise sehr an!
Da es rund um Phoenix und Scottsdale soviel zu sehen und erleben gibt, haben wir dieser Region einen eigenen Reisebericht mit zahlreichen Tipps gewidmet.
17 — Saguaro Nationalpark
Auf Tuchfühlung mit Arizonas gigantischen Kakteen: Saguaro Nationalpark
Nur wenige Orte in Arizona sind so typisch für den Wilden Westen wie der Saguaro Nationalpark. Riesige Kakteen, staubige Trails und endlose Weite – das hier ist echtes Wüstenfeeling. Der Park liegt rund um die Stadt Tucson und ist in zwei getrennte Bereiche aufgeteilt: den Tucson Mountain District im Westen und den Rincon Mountain District im Osten. Beide Seiten zeigen sich landschaftlich und atmosphärisch recht unterschiedlich – und gerade das macht den Park so spannend.
Der westliche Teil, der Tucson Mountain District, liegt nur rund 20 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Er ist der beliebtere und zugänglichere der beiden. Die Saguaro-Dichte ist hier besonders hoch, was zu traumhaften Fotomotiven führt – vor allem morgens und in den Abendstunden, wenn das Licht die Kakteen in ein goldenes Leuchten taucht. Die Straßen im Westen sind nicht asphaltiert, aber in gutem Zustand, sodass du sie auch mit einem normalen Mietwagen befahren kannst. Besonders sehenswert: Der Bajada Loop Drive, ein etwa 10 km langer Rundkurs mit vielen Stopps und kurzen Trails, die sich perfekt für spontane Entdeckungen eignen.
Ganz anders zeigt sich der östliche Teil, der Rincon Mountain District. Er liegt etwa 30 Minuten außerhalb und ist deutlich ruhiger, weiter und ursprünglicher. Hier beginnt die Landschaft langsam anzusteigen, der Übergang zur Bergwelt ist spürbar. Das Highlight ist der Cactus Forest Drive, ein rund 13 km langer, asphaltierter Rundweg, der spektakuläre Ausblicke auf die Kakteenwälder und die entfernten Berge bietet. Unterwegs gibt es mehrere kurze Wanderungen, wie den Freeman Homestead Trail oder den Desert Ecology Trail, auf denen du viel über die Flora und Fauna der Sonora-Wüste lernst.
Wenn du Zeit hast, empfehlen wir unbedingt beide Seiten des Parks zu besuchen – denn sie ergänzen sich wunderbar. Für den westlichen Teil reichen meist 2–3 Stunden. Der östliche Teil lädt eher zu einem halbtägigen Besuch ein, vor allem wenn du die Wanderschuhe schnüren willst.
Der Eintritt kostet 25 USD pro Fahrzeug und gilt für sieben Tage – und natürlich für beide Teile des Parks.
Lohnt sich ein Besuch des Saguaro Nationalpark?
Wenn der Saguaro Nationalpark auf deiner Route durch den Süden Arizonas liegt, ist er ein echtes Erlebnis. Andernfalls bedeutet der Besuch dieses Nationalparks einr relativ aufwändige Fahrerei, immerhin liegt er zwei Stunden von Scottsdale entfernt. Und rundherum gibt es nichts anderes Sehenswertes, auch Tucson ist nicht gerade ein Highlight Arizonas. Eine gute Alternative für die Sichtung von Riesenkakteen ist deshalb McDowell Sonoran Preserve in Scottsdale.
18 — Tombstone
Auf den Spuren von Wyatt Earp im Süden von Arizona: Westernstadt Tombstone
In der Goldgräberstadt Tombstone ist die Atmosphäre des Wilden Westens noch immer lebendig. Hier im Südosten Arizonas haben spanische Eroberer, Indianer und Cowboys, Spieler und Goldsucher ihre Spuren hinterlassen. Einst hatten hier Wyatt Earp und Billy the Kid das sagen, und die raue Zeit verpasste der Westernstadt den einladenden Beinamen „The Town Too Tough To Die“. Heute geht es um einiges ruhiger zu. Tombstone versprüht mit den zahlreichen Saloons und Holzhäusern zwar weiterhin pures Wild-West-Feeling, aber es ist höchstens noch für die eigene Geldbörse gefährlich. Schließlich ist Tombstone eine reine Touristenattraktion geworden, ein Abstecher hierher ist dennoch ganz nett.
19 — Lake Havasu
Lake Havasu – Sonne, See & die echte London Bridge in der Wüste Arizonas
Wer hätte gedacht, dass du in der trockenen Wüste Arizonas plötzlich an einen riesigen, türkisblauen See kommst – und über die echte London Bridge spazierst? Willkommen in Lake Havasu City, einer lebhaften Oase im Westen des Bundesstaates, die vor allem eins verspricht: Sonne, Wasserspaß und ziemlich viele Überraschungen. Der Ort liegt direkt am Colorado River und entstand in den 1960er Jahren als Retortenstadt rund um ein ambitioniertes Tourismusprojekt – mit einem echten Coup: Die historische London Bridge wurde 1968 Stein für Stein aus England hierher verfrachtet und mitten in der Wüste wieder aufgebaut. Heute verbindet sie das Festland mit einer künstlich angelegten Insel und ist das Herzstück der Stadt.
Die Promenade rund um die London Bridge ist ein perfekter Ort für einen Spaziergang. Kleine Cafés, Souvenirshops und schattige Palmen säumen den Weg. Wer mag, kann ein Boot oder Jet-Ski mieten, direkt unter der Brücke durchfahren oder bei einer kurzen Rundfahrt über den See einfach mal die Füße hochlegen.
Lake Havasu selbst ist ein Paradies für Wassersportfans. Ob Kajakfahren, Schwimmen, Angeln oder einfach nur Sonnenbaden an einem der vielen kleinen Strände – hier ist für jeden etwas dabei. Besonders schön: der Rotary Beach Park, mit gepflegten Grünflächen, Picknickstellen und einem tollen Blick auf den See.
Ein weiteres Highlight ist der Lake Havasu State Park, etwas nördlich des Stadtzentrums. Hier findest du ruhige Buchten, kurze Wanderwege und tolle Möglichkeiten zum Campen – alles mit Seeblick. Wer’s aktiver mag, kann auf den Sara Mountain Park Loop Trails wandern oder mountainbiken und dabei die beeindruckende Wüstenkulisse genießen.
Nicht zu vergessen: Die Leuchtturm-Tour. Ja, richtig gelesen – in Lake Havasu stehen über 25 Miniatur-Leuchttürme, die originalen Vorbildern aus den USA nachempfunden sind. Sie säumen das Ufer des Sees und sind besonders bei Sonnenuntergang echte Hingucker.
Kommentar von Werner |
Hallo Hendrik,
Darf ich dich nochmal etwas fragen?
Ihr beschreibt in eurem Reisebericht auch den Hackberry Store.
Wir planen von Kingman -> Hackberry -> Seligman -> Flagstaff.
Bin ich richtig das man auf der Strecke die „alte Route 66“ fährt ?
Danke für eure Hilfe / Feedback
Schöne Sonntag
Werner
Antwort von Hendrik
Hallo Werner,
das siehst du völlig richtig. Das Teilstück von Kingman bis Seligman ist die Original Route 66 – im Übrigen ein sehr gut erhaltenes, uriges Stück. Besonders Kingman und Seligman strotzen vor alten Erinnerungsstücken, während der Hackberry Store eher einem privaten Museum mit Hang zum Kitsch nahekommt. Ab Seligman geht die Route 66 wieder in die I-40 über, führt in Flagstaff durch die Stadt und geht anschließend erneut in die I-40 über.
Liebe Grüße
Hendrik