Der perfekte Roadtrip:
6 Highlights in Costa Rica

Costa Rica / 2017

Naturliebhaber werden in Costa Rica dank der wilden Natur voll auf ihre Kosten kommen. Die Flora und Fauna macht das Costa Rica in Mittelamerika zu einem der artenreichsten Länder der Erde. Hinzu kommt, dass die Ticos ein sehr aufgeschlossenes, herzliches, hilfsbereites Volk sind, bei dem wir uns trotz der Kommunikationsprobleme stets willkommen gefühlt haben. Und: Costa Rica ist ein sehr sicheres Reiseland!

Reisebericht vom Roadtrip durch Costa Rica als Rundreise

Erster Eindruck:
Grün, grüner, Costa Rica!


01 / Ankunft in Costa Rica

Von Miami aus bekommen wir beim Landeanflug auf die Hauptstadt San José schon einen guten Eindruck: Costa Rica ist grün. Sehr grün! Und sehr bergig. Wir können es kaum erwarten, unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen – trotz aller Sprachbarrieren. Leider sprechen wir kaum ein Wort Spanisch, während die Ticos wiederum, wie die Einwohner Costa Ricas sich nennen, kaum Englisch sprechen. Irgendwie wurschteln wir uns durch und sitzen kurze Zeit später im Auto, auf dem Weg in die Berge.

Faultier ist ein Highlight auf einer Reise durch Costa Rica

Vulkan Poás im Nebel

02 / Altura

Erste Station: Altura am Fuße des Vulkan Poás. Spät am Abend beziehen wir unser Quartier in einem Ökohof und checken zwischen Esel und Kuh ein. Hier oben in den Bergen ist es nebelig und kalt, das hatten wir mitten im Februar nicht erwartet; dafür werden wir mit einem Bilderbuch-Sonnenuntergang und -Sonnenaufgang belohnt. Die Landschaft sieht aus wie gemalt, denn das Sonnenlicht taucht die Wiesen in ein saftiges Gold. Sind wir etwa im Auenland?

Am nächsten Morgen machen wir uns endlich auf den Weg zum Vulkan Poás. Seit meiner Kindheit kann ich mich für Vulkane begeistern, daran sind nicht zuletzt die "Was ist was?"-Bücher Schuld – entsprechend groß ist die Vorfreude. Doch die trübt sich schnell, denn dichter Nebel verwehrt uns den Zugang. Die Sicht beträgt gerade einmal 20 Meter; auch zwei Stunden später will der Himmel nicht aufbrechen.

Sonnenuntergang in Altura am Vulkan Poas in Costa Rica
Untergehende Sonne verspricht Entspannung auf einer Rundreise durch Costa Rica
Unberührte Natur in Costa Rica

Schlafender Riese:
der Vulkan Arenal

03 / Parque Nacional Volcán Arenal

Die anfängliche Enttäuschung weicht schnell der Begeisterung über die schöne Landschaft Costa Ricas: Unsere Weiterfahrt nach Norden führt uns durch die Berge und über Wiesen, vorbei an Dschungeln, tiefen Schluchten, hohen Wasserfällen, wie wir sie sonst nur auf Hawaii bestaunen konnten. Wir erreichen unser nächstes Ziel, den "Parque Nacional Volcán Arenal". Eine abenteuerliche Huckelpiste, die nach einem starken Regenguss eher eine einzige Schlammpiste ist, führt uns mitten durch den Regenwald zum Vulkan. Allradfahrzeug sei Dank, erreichen wir die Lodge dreckig, aber unbeschadet. Wir können es kaum erwarten, eine Tour auf eigene Faust in den dichten Regenwald zu unternehmen.

Kaum sind wir in das dichte Grün eingetaucht, öffnet der Himmel erneut seine Schleusen – doch der Dschungel schützt uns vor der ganz großen Dusche. Immerhin ist das Blattwerk dicht genug! Und der Weg ist urig: Wir wissen genau, dass überall Tiere leben, aber wir sehen und hören: nichts! Genauso wenig wie den Vulkan hier.

Doch am nächsten Morgen gibt der Himmel zumindest einen kleinen Blick frei auf den riesigen Vulkan Arenal. Was für ein imposanter ehrfürchtiger Anblick, ein Riese bedeckt mit Lava, ein Gefühl wie in einer anderen Welt.

Vulkan Arenal im Nationalpark von Costa Rica
Auf dem Weg nach Monteverde in Costa Rica
Tukan im Dschungel von Costa Rica

Die Nebelwälder im Vergleich:
Monteverde oder Reserva Bosque Nuboso Santa Elena?

04 / Santa Elena

Die Nebelwälder liegen quasi direkt hinter dem Vulkan Arenal – vom Nationalpark aus wären sie in kürzester Zeit zu erreichen. So die Theorie – in der Praxis jedoch müssen wir den nahegelegenen See, die Laguna de Arenal, einmal komplett umrunden. Das sind zwar nur etwas mehr als 100 Kilometer, doch der zweite Teil der Strecke führt über eine holprige Steinpiste, sodass wir am Ende etwas mehr als drei Stunden für die gesamte Strecke benötigen.

Doch der weite Weg und das Geschaukel sind es wert! In Santa Elena angekommen, gibt es gleich zwei Nebelwälder zur Auswahl. Der prominenteste und am meisten beworbene ist der "Nebelwald von Monteverde" im Südosten der Stadt. Im Nordosten der Stadt befindet sich außerdem das "Reserva da Santa Elena".

Ein Besuch dieser Nebelwälder sind definitiv eines der Highlights auf einer Costa Rica Rundreise. Die Dichte des Dschungels, verbunden mit den Möglichkeiten, welche sich Flora und Fauna aus der extremen Feuchtigkeit zunutze machen, sind schier beeindruckend. Wer früh morgens kommt, hat die Chance auf Tier-Beobachtungen, doch je später der Tag, umso stiller wird es. Die meisten Tiere bekommst du jedoch auf geführten Nachtwanderungen zu sehen.

Die Wege sind größtenteils befestigt, doch nach starken Regenschauern sind die Untergründe stellenweise sehr matschig. Festes Schuhwerk ist wichtig (Sportschuhe reichen), eine Regenjacke empfehlenswert. Auch wenn es nicht regnet, ist es sehr feucht!

Im direkten Vergleich empfehlen wir den Besuch von Santa Elena: Er ist noch uriger und übersichtlicher als der Monteverde Nebelwald, hat die schöneren Strecken – und ist mit 14 Dollar Eintritt pro Person auch etwas günstiger als Monteverde mit 20 Dollar.

Bitte bedenke: Der Nebelwald ist ein hypersensibles Ökosystem, weshalb die Anzahl der Besucher streng limitiert ist. Deshalb sollte man a) früh morgens das Reservat besuchen und b) sich bewusst sein, dass manche Trails aufgrund des Limits geschlossen sein können.

Nebelwald von Santa Elena auf einer Rundreise durch Costa Rica
Moosbedeckte Pflanzen im Nebelwald von Costa Rica
Costa Rica ist berühmt für seine dichten Dschungel und grüne Natur
Nebelwald von Monteverde in Costa Rica

Die 20 Krokodile des Rio Tarcoles

05 / Rio Tarcoles

Als wir die Berge hinter uns lassen, freuen wir uns, dass das Thermometer von 16 Grad langsam steigt. Dass es jedoch binnen einer Stunde, die wir zur Pazifikküste brauchen, gleich auf 38 Grad klettert, daran müssen sich unsere Körper dann doch erst gewöhnen. So abwechslungsreich Flora und Fauna sind, so abwechslungsreich ist auch das Wetter auf unserer Reise. Die Landschaft verändert sich zusehends: Grüner Dschungel wird zu flachen, trockenen Wiesen, mit wilden Stränden, die von Palmen umsäumt sind. 

Wir fahren ein kleines Stück entlang der Panamericana, der berühmten Schnellstraße, die Alaska mit Feuerland verbindet. Bei Tarcoles überspannt eine Brücke den Rio Tarcoles. Uns fallen die vielen Menschen auf, die erstaunt in den Fluss gaffen – wir halten an, um der Sache auf den Grund zu gehen … und wir staunen nicht schlecht: Im Fluss unter der Brücke tummeln sich 15-20 riesige Krokodile, die größten sollen stolze 5 Meter messen. Dagegen sind die Alligatoren in Florida Schoßhündchen!

Costa Rica Krokodil im Rio Tarcoles
Der Rio Tarcoles in Costa Rica ist voller Krokodile

Tiere satt im
Manuel Antonio Nationalpark

06 / Manuel Antonio Nationalpark

Weit im Süden von Costa Rica erreichen wir den "Manuel Antonio Nationalpark". Dieses Mal verzichten wir auf eine Tour auf eigene Faust - zu groß ist die Sorge, dass wir wieder keine Tiere sehen. Wir sprechen einfach einen der vielen Guides an, die am Eingang des Parks auf zahlungswillige Besucher warten. Erst sind wir skeptisch, ob sie es wirklich nur auf unser Geld abgesehen haben. Doch unsere Entscheidung stellt sich schnell als richtig heraus! Dank seiner Erfahrung sind wir in der Lage, unzählige Tiere zu entdecken – sei es hoch oben in den Bäumen oder unter großen Blättern. Die Tarnung der Tiere ist für unser ungeschultes Auge einfach zu perfekt!

Auf unserem Weg entdecken wir Fledermäuse, Tucane, Chamäleons, Affen, Waschbären und … Faultiere! Eines der vielen Faultiere hängt kaum 5 Meter von uns entfernt im Baum und bewegt sich in Zeitlupe den Baum herab.

Leider ist der Manuel Antonio Nationalpark eines der Touristen-Highlights im Süden und deshalb völlig überlaufen; Dschungel-Atmosphäre kommt hier kaum auf. Deshalb empfehlen wir, ganz früh am Morgen zu einem Besuch aufzubrechen; dann ist die Hitze auch noch erträglich.

Faultier Sloth im Manuel Antonio Nationalpark von Costa Rica
Manuel Antonio Nationalpark ist ein Highlight auf jeder Costa Rica Rundreise
Affen im Manuel Antonio Nationalpark von Costa Rica
Auch Fledermäuse gibt es in Costa Rica

Wilde Strände im Süden

07 / Uvita

Unsere Rundreise lassen wir an den wilden Stränden von Dominical und Uvita ausklingen – dem Paradies für Surfer und Aussteiger schlechthin. Auch wir spielen kurz mit dem Gedanken, uns hier niederzulassen … die Ruhe und Abgeschiedenheit gefällt uns richtig gut, ebenso wie die Landschaft. Die breiten Sandstrände lassen den Pazifiks sachte auflaufen, während dichte Palmen sich im Wind biegen. Würden jetzt Piraten aus dem Dickicht stürmen, wären wir nicht überrascht. Das Szenario passt einfach perfekt in dieses wilde, natürliche Costa Rica. Was für ein Natur-Abenteuer!

Wilder Strand von Dominical in Costa Rica
Da freut sich das Costa Rica Reise Herz: Palmenstrand in Uvita
Unberührter Piratenstrand in Uvita Costa Rica

Unsere Route

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© 2019 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer