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Reisebericht Joshua Tree Nationalpark – Highlights & Insider-Tipps

Joshua Tree Nationalpark:
Reisebericht mit allen Highlights & Insider-Tipps

Du planst einen Besuch im Joshua Tree Nationalpark in Kalifornien? Unser Reisebericht mit Insider-Tipps führt dich zu allen Highlights in diesem einmaligen Naturparadies.

Der Joshua Tree Nationalpark in der Nähe von Palm Springs liegt genau zwischen der Mojave-Wüste und der Colorado-Wüste. Es sind die bizarren Joshua Trees sowie diverse Kaktus-Arten, welche diesen Nationalpark in Kalifornien so besonders machen. Hier erfährst du alles Wissenswerte über den Nationalpark!

Reisebericht Joshua Tree Nationalpark Kalifornien USA

Lage

Infos zur Reise

Land

USA

Reisejahr

2003
2014
2016

Reisedauer

1 Tag

Letztes Update

03_2020

Kapitel 01 — Wissenswertes

Im Joshua Tree sind die Bäume der Namensgeber des Parks

Im südlichen Kalifornien, rund 230 km östlich von Los Angeles, befindet sich der Joshua Tree Nationalpark. Der Park hat zwei Eingänge im Norden und einen im Süden. Der nördliche Eingang bietet sich an, da sich hier im Norden gute Übernachtungsmöglichkeiten befinden. Alternativ lohnt sich eine Unterkunft in Palm Springs; über den Highway 62 (Twentynine Palms Highway) erreichst du die West Entrance Station in ca. 45 Minuten. Der zweite Eingang, die North Entrance Station, befindet sich ein kurzes Stück später in Twentynine Palms.

Verantwortlich für die Namensgebung des Parks waren die Mormomen: Die dort vorkommenden Bäume (Joshua Trees) haben die Gestalt des Propheten Josua, der predigend die Arme gen Himmel streckt. Der Park liegt genau zwischen zwei Wüstentypen mit unterschiedlichen Ökosystemen im Übergang zwischen der Mojave-Wüste und der Colorado-Wüste, getrennt durch die unterschiedlichen Höhenlagen. Gigantische Felsblöcke mit zahlreichen Löchern, felsige Bergspitzen, hohen Wüstenplateaus und unzähligen Joshua Trees sowie diversen Kaktus-Arten zeichnen diesen Park aus.

Die 5 besten Wanderwege im Joshua Tree Nationalpark:

Barker Dam Trail

2 km / ca. 1 Stunde — Ein kleiner Rundweg zum Barker Dam, einem Wasserreservoir im Joshua Tree Nationalpark, welches heute nur noch als Wasserquelle für Wildtiere genutzt wird. Der kleine See hinter dem Damm lockt einige wilde Tiere an, wie zum Beispiel Kojoten oder Dickhornschafe. Auf dem Weg findest du außerdem einige indianische Felsmalereien.

Hidden Valley Loop

2 km / ca. 1 Stunde — Kurze und einfache Wanderung in einem kleinen von Felsen umrahmten Tal. Hier bekommst du die gesamte Bandbreite an Joshua Trees zu sehen, sowie zahlreiche, für den Park typische Felsformationen.

Lost Horse Mine Trail

6 bzw. 11 km / ca. 3 Stunden — Für die Wanderung zu einer stillgelegten, ehemals sehr ergiebigen Gold-Mine gibt es zwei Routen. Beide Wege führen durch eine wunderschöne Landschaft, sind körperlich allerdings anstrengend. Auf dem Trail sind 200 Höhenmeter zu überwinden und es gibt kaum Schatten.

49 Palm Oasis Trail

5 km / ca. 2 Stunden — Vom Parkplatz am Ende der Canyon Road führt dieser Trail über einen kleinen Hügel hinweg zu einer Oase, in der (heute nicht mehr ganz) 49 kalifornische Fächerpalmen stehen.

Skull Rock

3 km / ca. 1 Stunde — Dieser ebenfalls kurze und leichte Trail führt duch ein Wüstengebiet mit vielen Granitfelsen zur mit namensgebenden Felsformation Skull Rock. Sehr fotogen!

Zeit einplanen

Halber bis ganzer Tag.

Öffnungszeiten

Der Joshua Tree National Park ist ganzjährig geöffnet, ohne zeitliche Einschränkungen.

Eintrittspreise

Der erworbene Pass ist 7 Tage gültig:
– Private Fahrzeuge: 30 US$
– Motorrad: 25 US$
– Fußgänger & Fahrrad: 15 US$

Übernachten

Ein paar Unterkünfte befinden sich in Twentynine Palms. Alternativ und sehr lohnenswert ist eine Basis in Palm Springs.

Joshua Tree im gleichnamigen Nationalpark in Kalifornien
Skull Rock im Joshua Tree Nationalpark in Kalifornien

Unbezahlte Werbung — Spartipp

Unser Spar-Tipp:
Kaufe dir einen Nationalpark-Jahrespass!

Du planst auf deiner USA-Reise den Besuch von mehreren Nationalparks? Dann haben wir einen Tipp für dich, wie du viel Geld sparen kannst:

Der Eintritt in die Nationalparks der USA kostet im Schnitt pro Fahrzeug zwischen 20 bis 35 US-Dollar. Dabei spielt keine Rolle, wieviele Personen im Fahrzeug sitzen. Wenn du auf deiner USA-Reise den Besuch mehrerer Nationalparks planst, oder du sogar mehrfach pro Jahr in die USA reist, empfehlen wir den Kauf eines Nationalpark-Jahrespasses. Der Pass mit dem Namen "America the Beautiful – National Parks & Federal Recreational Lands Annual Pass" kostet einmalig 80 US-Dollar, ist ab dem Kaufdatum 1 Jahr lang gültig (kann also auf mehreren Reisen innerhalb des Jahres wieder benutzt werden) und gilt für 1 Pkw (und damit für alle Insassen).

Du machst nur eine Reise in die USA und besuchst nicht so viele Nationalparks, als dass sich die Investition rechnet? Selbst dann kannst du mit dem Pass sparen, denn: Er ist auf einen Dritten übertragbar. Das bedeutet: Du kaufst dir auf deiner Reise diesen Pass – und kannst ihn anschließend wieder verkaufen, an Freunde oder zum Beispiel über Ebay. Wichtig ist dabei, dass du unbedingt die Quittung aufhebst und an den Dritten weitergibst. Sonst könnte der Pass nicht mehr akzeptiert werden.

Kaufen kannst du diesen Pass entweder direkt am Eingang eines jeden Nationalparks in den USA – oder online auf der offiziellen Website des National Park Service.

Kapitel 03 — Cholla Cactus Garden

Cholla Cactus Garden – niedlich, aber gefährlich!

Der Cholla Cactus Garden befindet sich direkt an der Pinto Basin Road, auf halbem Weg zwischen Twentynine Palms im Norden und Cottonwood im Süden gelegen. In diesem Parkabschnitt befinden sich unzählige Cholla-Kakteen, genauer gesagt Teddy Bear Cholla. Den niedlichen Namen haben sie ihrem dichten, beigen Stachelkleid, das ihre Äste komplett bedeckt. Was flauschig aussieht, sind in Wirklichkeit ausgehärtete Stacheln, die viele mikroskopisch kleine Widerhaken haben. Und die bleiben überall an deinen Textilien hängen. Also Vorsicht bei der Wanderung, solange du auf den vorgegeben Trails bleibst, kann nichts passieren.

Cholla Cactus Garden im Joshua Tree Nationalpark

Kapitel 04 — Keys View

Gute Aussichten auf den San Andreas Graben

Ein weiteres Highlight im Joshua Tree Nationalpark ist der "Keys View". Dieser Aussichtspunkt ermöglicht einen fantastischen Ausblick auf das Tal zu unseren Füßen: Palm Springs im rechten Bereich, das Coachella Valley in der Mitte und weiter links erkennen wir die glänzende Oberfläche des Salton Sea. Umrahmt wird das Tal von den Santa Rosa Mountains mit dem schneebedeckten San Jacinto Peak. Bei besonders guten Sichtverhältnissen können wir sogar bis zum Signal Mountain in Mexiko schauen.

Allerdings ist die Sicht nicht immer gut – verschmutzte Luft zieht von Los Angeles und Palm Springs bis in den Joshua Tree National Park und vernebelt häufig den Ausblick. Am klarsten ist die Luft früh am morgen!

Das Besondere am Keys View: In dem Tal treffen zwei tektonische Platten aufeinander. Die Pazifische Platte und die Nordamerikanische bilden hier den berühmten San Andreas Graben. Ihre fortwährende Bewegung sorgt immer wieder für Erdbeben in Kalifornien. Übrigens: Es ist nebe Island der einzige Ort auf diesem Planeten, an dem man eine Plattengrenze an Land sehen kann, denn alle anderen Plattengrenzen liegen auf dem Grund der Ozeane.

Doch nicht nur am Tag, auch bei Nacht ist Keys View und der gesamte Joshua Tree Nationalpark sehenswert. Nach Sonnenuntergang ist der Blick auf den Himmel hier besonders spektakulär. Die niedrige Luftfeuchte in der Wüste und die Lage fernab der gleißenden Lichter der Großstädte sorgen für pechschwarze Nächte, die ideal sind, um Sternenbilder, Nachbarplaneten und sogar ferne Galaxien erkennen zu können.

Keys View im Joshua Tree Nationalpark

Unsere Route / Highlights

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