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Big Island Reisebericht – Die 7 schönsten Orte auf Hawaii

Big Island Reisebericht:
Die 7 schönsten Orte auf der Insel von Hawaii

Big Island mit ihren 200.000 Einwohnern ist die südlichste und größte Insel des US-Bundesstaates Hawaii – und auch die größte Insel der Vereinigten Staaten. Im Hawaii Volcanoes Nationalpark finden wir die aktivsten Vulkane der Welt. Und neben Naturgewalten spielen auf Big Island auch hawaiianische Mythen und Sagen eine große Rolle. Hier kommen unsere 7 Highlights auf Big Island …

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Reisebericht Inselhopping Hawaii Big Island

Lage

Infos zur Reise

Land

USA

Reisejahr

2015

Reisedauer

25 Tage

Letztes Update

09_2019

Kapitel 01 — Kailua-Kona

Startpunkt auf Big Island – und Startpunkt des weltberühmten Triathlon "Ironman"

Wir landen auf der größten Insel Hawaii, die den Namen "Big Island" verdient hat. Der korrekte Name der Insel lautet eigentlich Hawaii, doch um diese Insel nicht mit der gesamten Inselkette zu verwechseln, wird der Begriff Big Island genutzt.

Als Startpunkt einer Rundreise über Big Island lohnt sich das historische Küstendorf Kailua-Kona. Neben ein paar kleinen Souveniergeschäften, Bars und Restaurants finden wir hier einige historische Bauten wie die Mokuaikaua Church und den Hulihee Palast. Außerdem ist Kailua-Kona der Startpunkt des alljährlich stattfindenden "Ironman", dem ältesten und härtesten Triathlon der Welt.

Kailua-Kona ist ein guter Startpunkt für jede Big Island Rundreise

Kapitel 02 — Kona

Tempel, Mythen und Sagen:
Puuhonua o Honaunau National Historic Park

Südlich von Kona stoßen wir auf den »Puuhonua o Honaunau National Historic Park« (was für ein Name!). In dieser ehemaligen Tempelanlage tauchen wir in die Welt der hawaiianischen Mythen und Sagen ein. Früher waren hier die königlichen Hofanlagen zu finden. Auch heute noch kann die heilige Stätte mit all ihren hölzernen Götterstatuen (Tiki-Statuen) bewundert werden.

Im Alleingang begeben wir uns auf eine kleine Wandertour durch den Park und erkunden die Jahrhunderte alte Anlage. Im starken Kontrast zu dem weißen Sand und den saftig-grünen Palmen steht die aus schwarzem Lavagestein bestehende Küstenlinie. Das ist so in etwa das Szenario, wie wir uns die Landschaft auf Hawaii immer vorgestellt haben.

Hölzerne Götterstatuen auf Big Island
Tiki-Statuen auf Big Island

Kapitel 03 — Ka Lae


Die Klippenspringer von Ka Lae


Je weiter wir in den Süden von Big Island kommen, umso schroffer und steiler wird die Küste. Auch hier ist dieser Farbenmix der schwarzen felsigen Küste, den grünen Palmen und dem tiefblauem Meer atemberaubend schön! Wir stellen den Wagen ab und laufen die letzten Meter bis an die Klippen, denn wir sind neugierig, warum so viele Menschen in die Tiefe blicken. Eine Handvoll Waghalsige trauen sich ernsthaft, von den Klippen in das blaue Meer zu springen, während die dicken Wellen unten an die Felsen schlagen.

Als sei das noch nicht genug, springen die ganz Mutigen in sogenannte "Pot-Holes", runde Felslöcher, die aussehen wie ein Brunnen. Schließlich kommen sie über eine wackelige Eisentreppe zurück nach oben an die Felskante. Auch das ist Big Island :)

Kapitel 04 — Black Sands Beach

Schildkröten am tiefschwarzen Lavastrand

von Big Island

Am südlichsten Zipfel von Big Island angekommen, setzen wir uns am "Black Sands Beach" in den Sand, der – wie der Name verrät – aus tiefschwarzem Lavasand besteht. Grüne Palmen im besten Südsee-Look wachsen im schrägen Winkel über den Strand. Zahlreiche große Green Sea Turtles liegen mit uns faul in der Sonne, mit Respekt halten wir Abstand, auch wenn der Reiz groß ist, einmal auf die dicken Panzer zu klopfen. Aber genau das soll man unterlassen …

Anschauen ist erlaubt, anfassen nicht: Green Sea Turtles auf Big Island

Kapitel 05 — Hawaii Volcanoes National Park

Das Highlight auf Big Island:
Der aktive Vulkan Kilauea

Als nächstes steht der absolute Höhepunkt Hawaiis vor uns. Schon als Kind hat Hendrik sich für Vulkane begeistern können, doch noch nie haben wir beide einen aktiven Vulkan sehen können. Wir hoffen inständig, dass wir jetzt und hier die Gelegenheit bekommen: Willkommen im Hawaii Volcanoes National Park! Zunächst beziehen wir unsere kleine Lodge, die mitten in einem an den Park angrenzenden Urwald liegt. Das ist echt urig hier, denn um uns herum ist eben nichts als grüner, dichter, feuchter Regenwald.

Von hier aus fahren wir mit großer Erwartung in den Park. Erste Anlaufstelle ist das Visitor Center. Die Seismographen verraten uns, dass schon seit Wochen keine Aktivitäten im Park stattfinden, die für die Öffentlichkeit zugänglich wären. Dort, wo Lava fließt, lassen sie uns nicht hin. Und aus Sicherheitsgründen verraten Sie uns gar nicht erst, wo die Lava genau fließt.

Direkt in der Nähe ist der große Kilauea Vulkan, dessen Hauptkrater, der Puʻu-ʻŌʻō-Krater, seit über 150 Jahren Lava entlässt. Vielleicht haben wir ja doch eine Chance? Wir nehmen den Crater Rim Drive und umzirkeln den riesigen Puʻu-ʻŌʻō-Krater und stellen das Auto auf einem der Parkplätze ab. Überall riecht es nach Schwefel, der aus zahlreichen Felsspalten entweicht.

Langsam setzt die Dämmerung ein, sodass wir uns sputen wollen. Vom Aussichtspunkt in der Nähe wollen wir das riesige Areal überblicken. Kaum erreichen wir besagten Punkt, stellen wir in der Mitte des Kraters leichten Rauch fest, und weil es schon dämmert, sehen wir das rote Flackern von Lava aus der Mitte des Kraters. WOW! Es ist zwar nicht so spektakulär wie erhofft, doch zu wissen, dass da vorne unter der Erde ein massives Lavafeld brodelt, ist extrem beeindruckend!

Seit über 150 Jahren ist der Kilauea Vulkan auf Big Island aktiv
Riesige Lavafelder erstrecken sich im Süden über Big Island

Kapitel 06 — Chain of Craters

Die Chain of Craters Road

Am nächsten Morgen kommen wir in den Park zurück und nehmen dieses Mal die "Chain of Craters Road", die einzige Straße, die bis runter an die Küste von Big Island führt, vorbei an zahlreichen Lavafeldern und Lavahöhlen. An der Küste angekommen wird uns erst richtig klar, wie riesig diese Lavafelder tatsächlich sind. Und dass die Lava unentwegt dafür sorgt, dass die Insel wächst und wächst. Hier an der Südspitze von Big Island peitschen die Wellen mit voller Wucht auf die erstarrte Lava-Küste – es ist das reinste Kräftemessen der Naturgewalten.

Lavahöhlen auf Big Island

Kapitel 07 — Pahoa

So zerstörerisch kann Lava sein

Wie zerstörerisch Lava tatäschlich sein kann, erfahren wir, als wir einen Abstecher in die nahegelegene Stadt Pahoa am südöstlichen Zipfel von Big Island machen. Erst vor vier Wochen ist hier ein Lavastrom durch die Stadt geflossen und hat eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Zahlreiche Häuser sind vernichtet worden. An der Sperrmüll-Deponie in Pahoa sehen wir, wie der Lavastrom kurz vorher halt gemacht hat und durch seine Hitze einen Maschendrahtzaun geschmolzen hat. Ein unfassbares Szenario!

Kapitel 08 — Akaka Falls

Akaka Falls mitten im Dschungel
 von Big Island

Weiter geht es an der Ostküste von Big Island entlang. Hilo ist eine kleine Stadt inmitten einer atemberaubenden Natur. Wir sind so begeistert von der Natur, dass uns eine Stadtbesichtigung kaum in den Sinn kommt. Zumal Hilo auf den ersten Blick nicht den Eindruck erweckt, als würde sich ein zweiter Blick lohnen.

Ein gutes Stück hinter Hilo stoppen wir an den Akaka Falls. Durch dichten Dschungel mit Farnen, Lianen und 10 Meter hohem Bambus gibt das Dickicht plötzlich den Blick auf den 135 Meter hohen Wasserfall frei – der also doppelt so hoch ist wie die Niagara Fälle!

135 Meter hohe Akaka Falls auf Big Island

Kapitel 09 — North Shore

Der saftig grüne Norden von Big Island

Im Norden der Insel, an der North Shore, wird Big Island plötzlich richtig saftig grün und ist nicht mehr so staubig-schwarz-trocken wie im Süden. Vom Pololu-Valley Lookout haben wir einen tollen Ausblick auf die Küste, die uns irgendwie ein Stück an Irland erinnert.

Unserer Rundreise über Big Island neigt sich in dem kleinen Ort Hawi dem Ende entgegen. An der Nordspitze finden wir eine Statue von Kamehameha I. – Ende des 18. Jahrhunderts der erste König Hawaiis und ein Konterfei, dem wir auf Hawaii immer wieder begegnen. Unsere Tour auf Big Island endet schließlich in einem alten historischen Fischerdorf, dem Lapakahi State Historical Park.

Pololu-Valley Lookout auf Big Island
Statue von Kamehameha I.

Unsere Route / Highlights

Du hast Kommentare oder Fragen?

Kommentar von Ute |

Aloha Rebecca und Hendrik,

vielen Dank für die schönen und vielen Informationen zu Hawaii. Ich fliege im nächsten Jahr nach Kauai, Molokai und Hawaii und möchte euch fragen, ob es für mich sinnvoll wäre, einen Pass für die Nationalparks zu kaufen. Heraus bekommen habe ich zurzeit, dass der Pass um die 80 Dollar kostet, was mir allerdings fehlt sind die dazugehörigen Parks, die gebührenpflichtig wären. Einen finde ich auf Hawaii, der soll 20 Dollar kosten und das Ticket dazu soll aber nur 1 Woche gültig sein. Hier bin ich etwas verwirrt. Könntet ihr mir hierzu etwas sagen?

Mahalo and warmest Aloha.

Ute

Antwort von Rebecca

Guten Morgen liebe Ute,

das klingt nach tollen Plänen, die du da hast :)

Auf Hawaii gibt es nur zwei US-Nationalparks: a) den Hawai‘i Volcanoes National Park auf Big Island und b) den Haleakalā National Park auf Maui. Alle anderen Parks sind National Historic Sites oder State Parks, für die der US-Nationalparkpass nicht gültig ist.

Es ist richtig, dass der Nationalpark-Pass (America the Beautiful - National Parks & Federal Recreational Lands Annual Pass) 80 USD kostet. Mit diesem Pass erhälst du 1 Jahr lang freien Eintritt in die Nationalparks. Kaufen kannst du den Pass im Visitor Center eines jeden Parks, oder unter dem folgenden Link:
https://store.usgs.gov/pass

Da du mit Big Island also nur 1 Park besuchst, macht der Jahrespass keinen Sinn. Der Volcanoes NP kostet 25 USD und ist 7 Tage gültig. Was allerdings reichen sollte, denn in 1-2 Tagen hast du locker alles gesehen. Im Prinzip sind dort nur zwei bis drei Orte interessant:

1. Crater Rim Drive, der dich zu einem Aussichtspunkt über den Riesenkrater führt. Von hier aus kannst du fast in den glühenden Schlund schauen, was gerade zur Dämmerung sehr toll aussieht.
2. Chain of Craters Road, die durch riesige Lavafelder führt
3. verschiedene Hikes; der spannenste führt durch den erstarrten Riesenkrater

Ich hoffe, dass dir diese Informationen weiterhelfen. Wenn du weitere Fragen hast, komme gerne auf uns zu.

Viel Spaß auf Hawaii, und herzliche Grüße,

Rebecca

Kommentar von Martina |

Hallo!

Ich bin komplett begeistert von euren Berichten über das Inselhopping in Hawaii.
Noch dazu weil mein Verlobter und ich diese Reise auch als Hochzeitsreise planen.

Mein Frage, wann wart ihr auf Hawaii und wie lange dauerte die gesamte Tour?

Habt ihr Unterkünfte und Mietautos im Vorfeld gebucht oder direkt dort?

Vielen Dank schon ma für eure wertvollen Tipps :)

Lg aus Österrreich
Martina

Antwort von Hendrik

Hallo Martina,



vielen Dank für deine Nachricht und dein herzliches Feedback, wir haben uns sehr gefreut!



Wir sind von Los Angeles nach Oahu geflogen, und haben ab dort etwa 6 Tage pro Insel gehabt = 3,5 Wochen insgesamt. Die Flüge von Insel zur Insel waren ein Klacks, da Hawaiian Airlines jedes Mal super pünktlich war und die reine Flugzeit max. 45 Minuten dauerte.



Wie immer in den USA, haben wir die Mietwagen wenige Tage im Voraus über Alamo gebucht. Alamo ist nach unserer Erfahrung ein exzellenter Vermieter und neben Budget einer der günstigsten. In 10 Jahren USA-Reisen hatten wir nie Probleme.



Die Unterkünfte haben wir immer spontan gebucht, entweder per Walk-In oder max. 1 Tag im Voraus über das Internet. Einzige Ausnahmen waren das Hotel in Waikiki (wir hatten nach 6 Stunden Flug ab LA keine Lust zu suchen); und auf Kauai haben wir uns das „Koa Kea“ gegönnt – ein echter Hammer! Für Hawaii wie auch die gesamte USA gilt, dass sich alles sehr leicht und sehr spontan organisieren lässt. Ausgenommen sind bestimmte Orte oder besondere Unterkünfte in weniger dicht besiedelten Gebieten.



Mit dem Wissen von heute würde ich die Inseln so einschätzen: Oahu ist okay, aber sehr touristisch amerikanisch. Kauai ist super schön und unterschätzt, ganz besonders die spektakuläre Napali Coast ist atemberaubend (leider hatten wir zu unserer Zeit Regen an der Nordküste, weshalb wir die Küste nicht wandern konnten). Big Island war die langweiligste, wenn man vom Vulkan einmal absieht. Und Maui ist der Traum schlechthin; hier hätten wir gerne mehr Zeit verbracht. Besonders der Haleakalā-Nationalparksowie der Bambuswald im Süden sind sehr sehenswert. Achtung: Die Road to Hana kostet richtig viel Zeit und einiges an Nerven, denn die unzähligen Kurven schlauchen irgendwann.



Wenn du darüber hinaus noch Fragen hast, komme gerne auf uns zu!



Viele liebe Grüße nach Österreich,

Hendrik & Rebecca

Was ist die Summe aus 6 und 5?
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