Hihlight in Kalifornien:
Yosemite Nationalpark

Kalifornien, USA / 2003 / 2014

Der Yosemite Nationalpark bietet Natur in XXL und ist das reinste Paradies zum Wandern und Klettern (wer sich traut). Spektakulär ist die Wildnis auch wegen der riesigen Mammutbäume und der alpinen Hochgebirgswelt.

Was es im schönsten Nationalpark Kaliforniens zu entdecken gibt, erfährst du hier!

Reisebericht mit Tipps über Yosemite Nationalpark in Kalifornien

Yosemite ist einer der schönsten Nationalparks der USA

01 / Intro
Anfahrt & Route in den Yosemite Nationalpark

Der Yosemite National Park ist nach dem Yellowstone National Park und dem Grand Canyon National Park vermutlich der schönste Park der USA – wenn auch nicht der meistbesuchteste. Was den Yosemite so besonders macht, ist seine landschaftliche Vielfalt als auch seine Artenvielfalt. Der Park ist mit 3.000 Quadratkilometern riesig, dass wir ihn unmöglich an nur einem Tag besichtigen können. Vermutlich kann man eine ganze Woche hier verbringen, um das meiste zu sehen zu bekommen – doch soviel Zeit haben wir leider nicht im Gepäck.

Anreise von San Francisco
Entfernung: 300 km; Fahrzeit: 4-5 Stunden
I-205 Ost zum Highway 120 Ost (Manteca) oder Highway 140 Ost (Merced)

Anreise von Los Angeles
Entfernung: 500 km; Fahrzeit: 6 Stunden
Highway 99 nach Norden, bis Highway 41 (Fresno)

Anreise von Las Vegas
Entfernung: 560 km, Fahrzeit: 6-7 Stunden
im Sommer über Barstow, US-395 bis Lee Vining, dann über die Tioga Road
im Winter über Barstow, Bakersfield, Fresno

Der beste Ausgangsort außerhalb des Yosemite Parks

Der Yosemite Nationalpark kann das ganze über Jahr besucht werden. Einige Bereiche des Parks sind von November bis Mai wegen des Schnees ebenso wenig zu erreichen wie die Tioga Road, welche quer durch den Park führt.

Da die Unterkünfte direkt im Park entweder völlig überteuert oder aber zu sehr in die Jahre gekommen sind, entscheiden wir uns, außerhalb des Yosemite direkt am Parkeingang zu übernachten. In Mariposa zum Beispiel haben wir uns in einem B&B eingemietet. Von hier aus benötigen wir nur 1 Autostunde bis in das Yosemite Valley – dem Herzen des Yosemite National Park.

Schon kurz nachdem wir den Parkeingang passiert haben, entdecken wir auf einer Lichtung einen Schwarzbären. Wir halten an und beobachten das Tier, das immer näher kommt. Noch nie zuvor haben wir einen Bären in freier Wildbahn gesehen. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir Tieren im Yosemite so nahe kommen!

Geld sparen – mit dem offiziellen Annual National Park Pass!

Der Eintritt in den Yosemite Nationalpark kostet pro Fahrzeug 35 US-Dollar (Stand 2019). Wenn du auf deiner Kalifornien-Reise planst, mehrere Nationalparks zu besuchen, empfehlen wir den Kauf eines Jahrespasses, den sog. "America the Beautiful - National Parks & Federal Recreational Lands Annual Pass". Dieser kostet 80 US-Dollar, ist 1 Jahr gültig (kann also auf mehreren Reisen innerhalb des Jahres wieder benutzt werden), gilt für 1 Pkw (und damit für alle Insassen), und ist sogar auf einen Dritten übertragbar. Das bedeutet: Du kaufst dir auf deiner Reise diesen Pass – und kannst ihn anschließend wieder verkaufen, zum Beispiel über Ebeay (zusammen mit der Quittung, unbedingt aufheben!).

Kaufen kannst du diesen Pass entweder direkt am Eingang eines jeden Nationalparks in den USA – oder online auf der Offiziellen Website des National Park Service.

Das typische Fotomotiv
des Yosemite Nationalpark

02 / Tunnel View

Wie bereits erwähnt, ist das Yosemite Valley der zentrale Anlaufpunkt. Auf dem Weg dorthin kommen wir zwangsläufig am "Tunnel View" vorbei, das schönste und auch bekannteste Postkarten-Motiv aus dem Yosemite. Von diesem Aussichtspunkt aus haben wir einen grandiosen Blick auf das Yosemite Valley, den El Capitan und den Half Dome. Sogar ein kleines Stück des Bridalveil Fall können wir ausmachen, auch wenn der Großteil verdeckt bleibt.

El Capitan im Yosemite Nationalpark

Die imposanten Wasserfälle im Yosemite

03 / Bridalveil Fall

Nur kurz hinter dem Tunnel View halten wir wieder an, um den Bridalveil Fall aus nächster Nähe zu betrachten. Fast 190 Meter schießt das Wasser hier in die Tiefe, dabei verteilt sich das Wasser so breit, dass der Wasserfall wie ein Brautschleier wirkt. Der entstehende Nebel ist eine willkommene Abkühlung für uns an diesem warmen Morgen.

Bridalveil Fall im Yosemite Nationalpark

Im Zentrum des Parks angekommen: Yosemite Valley

04 / Yosemite Valley

Wir sind jetzt im Yosemite Valley angekommen, und folgen dem Merced River flussaufwärts. Linke Hand blicken wir ehrfürchtet an der steilen Wand des El Capitan hinauf, und parken unser Auto schließlich auf dem großen Parkplatz mitten im Valley. Bevor wir von hier aus wir verschiedene Wanderungen unternehmen, genießen wir erst einmal das wahnsinnige Panorama. Das geht am besten von der kleinen Brücke aus, die den Merced River überspannt.

Hier ist es überall so wunderbar grün, der Fluss unter uns hat so glasklares Wasser, dass wir am liebsten reinspringen möchten. Außerdem haben wir von hier aus einen perfekten Blick auf den Upper und den Lower Yosemite Fall – die beide leider im Hochsommer kein Wasser führen. Wir können uns jedoch gut vorstellen, mit welchem Getöse hier das Wasser in die Tiefe schießt.

Wasserfall im Yosemite Valley
Yosemite Nationalpark

Spieglein, Spieglein …


05 / Mirror Lake

Wir lassen das betriebsame Curry Village rechts liegen und begeben uns auf den Trail zum Mirror Lake. Unterwegs stockt uns der Atem: ein Bär! Keine 10 Meter von uns entfernt läuft ein Schwarzbär am Waldrand entlang, doch während wir beinahe panisch werden, interessiert sich der Bär kein bisschen für uns … und geht gemütlich seinen Weg. Vermutlich sind die Tiere längst an die Menschen im Yosemite gewöhnt.

Der recht einfache Trail führt uns vorbei an Bächen und Seen, bis wir schließlich den Mirror Lake erreichen. Das Bild, das sich uns bietet, ist fantastisch: Die Wasseroberfläche ist spiegelglatt, sodass sich die umliegenden Berge und Wälder im See spiegeln.

Der Tioga Pass –
der einzige Weg quer durch
den Yosemite Nationalpark

06 / Tioga Pass

Zurück im Village, führt uns auf dem ersten Roadtrip die Strecke über den Tioga Pass weiter durch die Berge nach Nordosten, einmal quer durch den Yosemite Nationalpark. Immer wieder haben wir wunderbare Ausblicke auf die einmalige wilde Natur, vorbei an Lichtungen mit Wild, und vorbei an glasklaren Seen, die stellenweise sogar noch zugefroren sind – so hoch sind wir mittlerweile in den Bergen. Im Osten verlassen wir den Park in Richtung Lee Vining am Mono Lake. Die Fahrt hat Ewigkeiten gedauert und es ist spät. In June Lake mieten wir uns ein Zimmer in einem Blockhaus, um am nächsten Tag weiter Richtung Norden zu fahren.

Tioga Pass im Yosemite Nationalpark

Direkt südlich vom Yosemite:
Die Mammutbäume im
Sequoia National Park

07 / Sequoia & Kings Canyon National Park

Südöstlich des Yosemite Nationalpark liegt auf Höhe von Fresno der Sequoia Nationalpark. Die Route führt uns durch eine wunderschöne Landschaft mit Seen, Wiesen und Wäldern – das besondere hier sind allerdings die Sequoias, die Mammutbäume. Bis zu 120 Meter (!) ragen die Riesen in den Himmel, mit Stämmen so dick, dass teilweise ein Auto hindurchfahren könnte. Solch einen "Tunnel" bestaunen wir kurz hinter dem General Sherman Trail, eine Wanderroute zum größten Mammutbäumen des Parks, dem "General Sherman". Unbedingt besuchen!

Weniger lohnenswert ist aus unserer Sicht der Kings Canyon National Park. Wenn du schon im Yosemite Nationalpark warst, musst du unserer Meinung nach nicht mehr den Aufwand betreiben, auch noch den Kings Canyon zu besuchen. Deshalb gehen wir an dieser Stelle nicht weiter auf den Park ein.

Unsere Route

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© 2019 Hendrik Breuer & Rebecca Breuer