Olympic Nationalpark:
Reisebericht mit allen Highlights & Insider-Tipps zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Du planst einen Besuch des Olympic Nationalparks im Nordwesten der USA? Atemberaubende Ausblicke auf eine schneebedeckte Bergkette, blumenübersäte Bergwiesen, alte Pionierhütten, Tide Pools (Gezeitentümpel) an der Küste, in denen es von bunten Meerestieren- und Pflanzen nur so wimmelt, das sind nur einige der Höhepunkte dieses Parks. Hier findest du alle Highlights und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Olympic Nationalpark!
Lage
US Bundesstaat
Washington
Anzahl Besuche
1x
Reisejahre
2018
Letztes Update
03.2022
Kurz & knackig — Unsere Meinung
„Der Olympic Nationalpark begeistert mit seinen moosbedeckten Regenwäldern, wilden Pazifikstränden und den schneebedeckten Gipfeln der Olympic Mountains.“
Inhaltsverzeichnis
01 — Intro
Regenwald, Berge & wilde Küste – das ist der Olympic Nationalpark
Der Olympic National Park wurde im Jahr 1938 gegründet, um Hirsche, den Urwald und die ursprüngliche Pazifikküste unter Naturschutz zu stellen. Atemberaubende Ausblicke auf eine schneebedeckte Bergkette, blumenübersäte Bergwiesen, alte Pionierhütten, Tide Pools (Gezeitentümpel) an der Küste, in denen es von bunten Meerestieren- und Pflanzen nur so wimmelt, das sind nur einige der Höhepunkte dieses Parks.
Aufgrund der exponierten Lage haben sich im Olympic einige Tier- und Pflanzenarten entwickeln können, die nur in diesem Park vorkommen. Während der Küstenbereich stark zerklüftet und oft in Nebel eingehüllt ist, finden sich besonders im Westen dichte Regenwälder, während mitten im Park die Olympic Mountains mit dicken Gletschern bedeckt sind. Und eben diese exponierte Lage ist auch der Grund, warum viele USA-Reisende diesen Park nicht in ihre Planung einbeziehen. Schließlich ist die Anreise etwas aufwändiger, zumal der Olympic Nationalpark sehr weitläufig ist.
Der Olympic Nationalpark unterteilt sich praktisch in drei Bereiche: der Hoh Rain Forest liegt im Westen, das Sol Duc Valley im Norden, sowie Hurricane Ridge im Nordosten. Darüber hinaus befinden sich im Süden zwei Ranger Stationen und verschiedene Möglichkeiten zum Wandern und Campen. Der Fokus bei den Besuchern liegt ganz klar auf den oben genannten drei Bereichen.
Bei der Planung für einen Besuch musst du unbedingt die enormen Entfernungen einplanen: Um die komplette Olympic Peninsula zu umrunden, musst du nicht weniger als 350 km zurücklegen. Allein von Port Angeles (ein kleines, sehenswertes Küstenstädtchen) zum Hoh Rain Forest sind es allein 140 km bzw. 2 Stunden Autofahrt.
Zeit einplanen
2-3 Tage
Öffnungszeiten
Der Olympic Nationalpark ist das ganze Jahr hindurch geöffnet.
Eintrittspreise
Der erworbene Pass ist 7 Tage gültig:
– Private Fahrzeuge: 30 US$
– Motorrad: 25 US$
– Fußgänger & Fahrrad: 15 US$
Übernachten
Campingplätze sind auf verschiedene Teile des Parks verteilt. Private Unterkünfte gibt es stellenweise in der Nähe der Parkeingänge. Hotels sind in den Orten rund um den Park verteilt zu finden.
02 — Anfahrt & Lage
Anfahrt zum Olympic Nationalpark
Der Olympic Nationalpark lässt sich sehr gut von Seattle aus mit dem Auto erreichen bzw. sollte auf jedem Washington-State Roadtrip auf dem Plan stehen. Außerdem ist er ein perfekter Reisebaustein, wenn du einen Roadtrip entlang der Nordwestküste der USA planst.
Um von Seattle aus die Olympic-Halbinsel zu erreichen, hast du zwei Möglichkeiten: Entweder umfährst du sämtliches Gewässer über die Stadt Tacoma und erreichst eines von drei Visitor Center (nähe Port Angeles) über den Highway 101 in rund 3 Stunden Autofahrt. Alternativ kannst du die Fähre über den Puget Sound nach Bremerton nehmen (Fahrtzeit ca. 1 Stunde), von hier es sind es dann noch rund 1,5 Stunden bis zum Olympic National Park.
Wenn du aus dem Süden anreist aus Richtung Long Beach oder sogar Oregon, fahre ebenfalls den Highway 101, allerdings die westliche Schleife. Im Westen befindet sich das zweite Visitor Center im Hoh Rain Forest.
Das dritte Visitor Center liegt am Ende der Hurricane Ridge Road.
Kapitel 03 — Hoh Rain Forest
Die Highlights & Sehenswürdigkeiten im Olympic Nationalpark: Hoh Rain Forest
Bereits kurz hinter dem Visitor Center im Westen des Olympic Nationalparks liegt das Hoh Valley. Gegenüber dem Hoh Rain Forest Café startet ein 5 Kilometer langer Trail, der dich direkt in den Regenwald führt. Die Äste der hohen, jahrhundertealten Zedern und Douglastannen sind mit Moos geschmückt, das oft meterlang an ihnen herunter hängt. Vorbei an riesigen Farnen stapfst du Richtung Hoh River. Vom Flussbett aus hast du einen guten Blick auf Mount Olympic.
Kapitel 04 — La Push
Eine Sehenswürdigkeit außerhalb des Olympic Nationalpark: La Push
La Push, eine kleine Gemeinde direkt an der Küste in Washington State, gehört zwar nicht mehr zum Olympic Nationalpark. Doch die fünf Strände rund um La Push sind einen Abstecher wert. Das Highlight unter ihnen ist der First Beach – ein wilder Strand, wie man ihn nur schwer beschreiben kann: Überall im Sand verteilt liegen riesige Mammutbäume, die von den Flüssen und ins Meer getrieben wurden. Fans der Kinofilme „Twilight“ werden den Strand sofort wiedererkennen!
Kapitel 05 — Sol Duc Valley
Die Highlights & Sehenswürdigkeiten im Olympic Nationalpark: Sol Duc Valley
An der Nordseite des Olympic Nationalpark, kurz vor dem Lake Crescent, führt die Straße hinein tief in das Sol Duc Valley. Der Fluss Sol Duc, dessen Name übersetzt „Sprudelndes Wasser“ bedeutet, hat seinen Namen zurecht verdient. Im sprudelnden, quierligen Fluss kannst du am Cascades Overlook Lachse beobachten, wie sie gegen den Strom die 10 Meter hohen, zweistufigen Wasserfälle hinaufwandern.
Am Ende der Zufahrt ins Tal erwartet dich ein 5 km langer Trail. Durch dichten, moosbewachsenen Wald führt dieser zu den Sol Duc Falls. Hier stürzt der Fluss in eine tiefe Schlucht, was besonders im Indian Summer dank der gelb-orangen Blätter ein großartiger Anblick ist.
Kapitel 06 — Hurricane Ridge
Die Highlights & Sehenswürdigkeiten im Olympic Nationalpark: Hurricane Ridge
Die bergigste Gegend des Olympic National Parks: Von Port Angeles im Nordosten führt die Straße in engen Serpentinen hinauf auf etwa 2.000 Meter. Hier oben pfeift trotz des sonnigen Herbstwetters ordentlich der Wind … der Name dieser Region kommt also nicht von ungefähr. Der Panoramablick auf die umliegenden Berge, insbesondere auf den Mount Olympic mit seinen Gletschern, ist wunderschön und sehr lohnenswert. In nördlicher Richtung kannst du bei optimalen Bedingen sogar bis nach Vancouver Island in Kanada schauen.
Nationalpark Jahrespass „America the Beautiful”
– Kosten & Gültigkeit (Update 2026)
Du planst auf deiner USA-Reise den Besuch von mehreren Nationalparks? Dann lohnt sich unter Umständen der Nationalpark-Jahrespass, der „America the Beautiful – National Parks & Federal Recreational Lands Annual Pass“.
Was ist der „America the Beautiful Pass”?
Der „America the Beautiful Pass” ist der offizielle Jahres-Nationalpark-Pass der USA, der dir für 12 Monate ab Kaufdatum freien oder stark vergünstigten Eintritt zu mehr als 2.000 bundesstaatlich geschützten Erholungsgebieten ermöglicht – darunter Nationalparks, National Monuments, National Forests, National Wildlife Refuges, BLM-Lands und andere Erholungsgebiete, die Eintritts- oder Tagesnutzungs-Gebühren erheben.
Was kostet der „America the Beautiful Pass”?
Für US-Bürger & Personen mit legalem Wohnsitz in den USA kostet der Pass 80 US-Dollar pro Jahr. Für internationale Besucher (Non-US-Residents) kostete der Pass bis Ende 2025 ebenfalls nur 80 US-Dollar pro Jahr, was für internationale Touristen eine sehr günstige Lösung darstellte. Ab dem 01. Januar 2026 wurde dieser Preis auf 250 US-Dollar pro Jahr angehoben. Der Jahrespass ist für 12 Monate ab dem Kaufdatum gültig.
Wann lohnt sich der „America the Beautiful Pass”?
Der Eintritt in einen Nationalpark der USA variiert je nach Park zwischen 20 bis 35 US-Dollar und gilt pro Fahrzeug mit all seinen Insassen. Wenn du auf deiner USA-Reise den Besuch mehrerer Nationalparks planst, oder du sogar mehrfach pro Jahr in die USA reist, empfehlen wir den Kauf eines Nationalpark-Jahrespasses. Mit dem Pass kannst du deutlich Geld sparen, verglichen mit einzelnen Park-Eintrittspreisen.
Wichtig zu wissen:
Der Jahrespass deckt ausschließlich den regulären Parkeintritt ab. In stark besuchten Parks können zusätzlich Reservierungen oder spezielle Permits erforderlich sein – zum Beispiel für zeitlich begrenzte Einfahrten oder bestimmte Wanderungen wie Angels Landing im Zion Nationalpark. Diese Zusatzgebühren gelten für alle Besucher gleichermaßen und sind nicht im „America the Beautiful Pass“ enthalten. Nähere Informationen zu solchen Sonderregelungen findest du entweder auf der Website des Nationalparks oder oder direkt an den Eingangsschaltern des Parks. Dort werden aktuelle Hinweise zu Reservierungen, Permits und eventuellen Einschränkungen veröffentlicht, sodass du deine Planung entsprechend anpassen kannst.
Weitergabe und Nutzung des Passes
Der Annual Pass ist nicht übertragbar, nicht erstattbar und kann bei Verlust nicht ersetzt werden – laut offiziellen Richtlinien des National Park Service. Du musst ihn mit gültigem Lichtbildausweis verwenden.
Wo kann ich den „America the Beautiful Pass” kaufen?
Kaufen kannst du diesen Pass entweder direkt am Eingang eines jeden Nationalparks in den USA – oder online auf der offiziellen Website des National Park Service.